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Julius-Palm-Straße in Geislar: Ein Pfosten soll mehr Sicherheit garantieren

Julius-Palm-Straße in Geislar : Ein Pfosten soll mehr Sicherheit garantieren

Einen neuen Pfosten, Tempomessungen und Gespräche mit dem Tiefbauamt über Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung auf der Julius-Palm-Straße in Geislar: Das sind die ersten Maßnahmen, die Ulrike Schneider vom städtischen Planungsamt und Daniel Kassner vom Straßenverkehrsamt den Anwohnern in Geislar versprochen haben, um die Verkehrssituation dort zu entschärfen.

Anwohner hatten nach einem Unfall im April, bei dem ein sechsjähriger Junge von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden war, beim Ortsvorsteher Serge Mpouma und der Stadt um Hilfe gebeten. Viele Autofahrer seien dort rücksichtslos unterwegs und gefährdeten selbst auf dem Gehweg spielende Kinder.

Die beiden städtischen Mitarbeiter machten sich auf Einladung des Ortsvorstehers ein persönliches Bild von der Situation. Zur Entschärfung der Situation an der Ecke Im Kremerich/Julius-Palm- und Fabristraße, dort wo der Unfall geschah, sagte Kassner zu, einen Pfosten aufstellen zu lassen, um parkende Autos zu verhindern.

"Das ist genau der Grund, warum es überhaupt zu dem Unfall kam: Am Unfalltag stand vor der Einmündung Im Kremerich ein Auto geparkt, das die Sicht auf den Jungen genommen hat", sagte Kassner. Da laut Anwohnern das Parkverbot regelmäßig ignoriert werde, soll es nun der Pfosten richten. Direkt gegenüber wollen Schneider und Kassner prüfen, ob die Lücke eines Gehwegs geschlossen und damit eine weitere Sicherheit für Fußgänger geschaffen werden kann.

Wie schnell tatsächlich Autos auf der Julius-Palm-Straße unterwegs sind, sollen Verkehrsmessungen ergeben. Dabei soll auch beobachtet werden, wie gefahren wird. "Das Problem ist nicht unbedingt, dass hier zu schnell gefahren wird, sondern dass die Autofahrer bei Gegenverkehr auf den Gehweg ausweichen", sagte eine Mutter.

Die Straße ist derzeit an einer Stelle durch eine "Nase" eingeengt; eigentlich angelegt, um Autofahrer zu bremsen. Deshalb soll das Tiefbaumamt prüfen, was alternativ möglich ist, um die Autofahrer vom Gehweg zu halten.

Schneider und Kassner notierten sich dabei den Wunsch, Veränderungen nur dann vorzunehmen, wenn keine Kosten für die Anwohner anfallen. Denn jetzt schon hätten einige Anwohner das Vorhaben zur Verkehrsberuhigung nicht unterschrieben, weil sie fürchteten, später zur Kasse gebeten werden zu können.