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Karneval: Duisdorfer Funken setzen auf freiwillige Corona-Tests

Karneval : Duisdorfer Funken setzen auf freiwillige Corona-Tests

Die Duisdorfer Funken feiern am Wochenende ihre Herren- und ihre Mädchensitzung in der Schmitthalle. Es gilt 2G. Nun appelliert die Karnevalsgesellschaft an ihre Besucher, sich auch testen zu lassen. Vor der Halle soll es ein entsprechendes Angebot geben.

Die Duisdorfer Funken setzten auf Sicherheit. Am Montagmorgen veröffentlichten sie einen Post auf ihrer Facebook-Seite: „Aufgrund der aktuell steigenden Infektionszahlen appellieren wir an alle Gäste unserer Herren- und Mädchensitzung am kommenden Wochenende im Vorfeld einen kostenlosen Bürgertest oder freiwilligen Selbsttest durchzuführen. Natürlich gilt zusätzlich weiterhin die 2G-Regel.“ Der Zugang ist also nur für Besucher möglich, die geimpft oder genesen sind. Sie werden nun gebeten, noch einen Test vorzulegen (2G plus), müssen es aber nicht.

Wir haben von vornherein gesagt, wir machen 2G, damit die Leute, die eine Karte kaufen und bei uns verzehren, nicht noch einen teuren Test machen müssen“, sagt Lutz Persch, Präsident der Karnevalsgesellschaft, am Telefon. Am Freitag hätte sich der Verein zusammengesetzt, um zu überlegen, wie man dafür sorgen könne, dass sich alle Gäste komplett sicher fühlen.

Anlass dafür seien die vielen Kommentare gewesen, die es nach dem Karnevalsauftakt am 11.11. gab. In den sozialen Medien hatte es zum Beispiel Unmut über den großen Andrang von Feiernden auf der Zülpicher Straße in Köln gegeben – sowie über die laxen Kontrollen der 2G-Regelung, die galt.

Bei den Sitzungen der Funken am Freitag und Samstag können alle Besucher vor der Schmitthalle einen Test machen. „Wir hoffen darauf, dass alle vernünftig sind und sich testen lassen“, sagt Persch. Die sogenannten Bürgertest sind seit dem Wochenende wieder kostenlos. Seit dem 11. Oktober waren sie für die meisten Menschen kostenpflichtig gewesen.

Die Reaktionen auf den Appell seien sehr positiv gewesen, sagt Persch. „Wir haben viele Daumen nach oben bekommen.“ Viele Menschen seien hin und hergerissen gewesen, ob sie nun zu den beiden Großveranstaltungen mit Hunderten von Gästen gehen sollen. „Wir werden sehen wie viele Plätze am Ende frei bleiben“, sagt Persch. Er fiebere den Sitzungen schon entgegen und freue sich besonders auf den Auftritt der Bläck Fööss – besonders nach dem es 2020 praktisch gar keinen Karneval gab.

Wegen der derzeit hohen Corona-Zahlen hat das Comitee Düsseldorfer Carneval seinen Mitgliedsvereinen empfohlen, im November auf Veranstaltungen in Sälen zu verzichten und sie später in der Session nachzuholen. Davon hält Persch nichts. Die Vereine hätten schließlich Verträge mit den Künstlern. „Außerdem wollen wir zurück in die Normalität“, sagt Persch. „Dabei halte ich 2G plus für einen sinnvollen Weg.“