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Straßenbau in Hardtberg: Engpass bei Umleitung für gesperrte Lingsgasse

Straßenbau in Hardtberg : Engpass bei Umleitung für gesperrte Lingsgasse

Der Umbau der Lingsgasse kommt gut voran. Ende der Sommerferien soll sie wieder einspurig befahrbar sein. Bis zum Ende der Sommerferien ist die Verbindungsachse zwischen der Straße Im Mühlenbach, Provinzial- und Villemomblerstraße voll gesperrt. Schleichverkehr kürzt über die Schallengasse ab.

Das künftige Erscheinungsbild der Lingsgasse lässt sich vier Wochen nach Beginn der Bauarbeiten bereits gut erkennen. Die gesamte Verkehrsfläche wird auf 11,50 Meter verbreitert. Für die Fahrbahn sind 6,50 Meter festgelegt. Ganz neu ist der Gehweg auf der linken (südlichen) Seite. Mit 2,50 Meter ist er breit genug, dass Kinderwagen und Passanten aneinander vorbeikommen.

Der bereits vorhandene Gehweg auf der rechten Seite bleibt, wie er ist. Die Fußgängerüberwege werden verlegt und zur barrierefreien Nutzung mit Leitelementen versehen. Die beiden Bushaltestellen werden im Rahmen der Straßenumgestaltung barrierefrei ausgebaut. Am Ende wird die im Zuge der Arbeiten aufgefräste Asphaltdecke komplett erneuert.

Laut Verwaltung kein Stau-Hotspot in Sicht

Bis zum Ende der Sommerferien ist die Verbindungsachse zwischen der Straße Im Mühlenbach, Provinzial- und Villemomblerstraße voll gesperrt. Hatte es zuerst in der Bevölkerung Befürchtungen gegeben, die Baustelle könnte zu einem Stau-Hotspot werden, läuft die Maßnahme aus Sicht der Verwaltung „seit Beginn unauffällig und ohne Beschwerden“.

Mit den Umleitungsschildern U5 und U6 werden Fahrzeuge relativ weiträumig zu ihrem Ziel Richtung Duisdorf oder Ippendorf und Endenich geführt. Vor der gesperrten Lingsgasse am Mühlenbach ist eine Umleitung über Ohligsmühle, Röckumstraße, Flodelinswegs, Hainstraße und Erich-Hoffmann-Straße auf den Wandersleb-Ring ausgewiesen.

Im Berufsverkehr ein wenig Geduld gefragt

Von der Provinzialstraße wird der Verkehr – auch Lastwagen sind erlaubt – statt über Lingsgasse über die Frechengasse geführt. Dort ist vor allem im Berufsverkehr ein wenig Geduld gefragt, denn die enge Straße füllt sich schnell, und es besteht die Gefahr, dass sich Fahrzeuge gegenseitig blockieren, vor allem auch wegen der Ampel zur Provinzialstraße.

Wie ein Blick auf die Karte zeigt, muss der Verkehr bei jeder möglichen Umfahrung irgendein Nadelöhr passieren, wenn man keine bedeutend längere Fahrstrecke in Kauf nehmen möchte. Allerdings zeigt sich, dass vor allem Ortskundige einen Schleichweg schnell entdeckt haben, nämlich von der Straße am Mühlenbach über die Schallengasse – unter Missachtung des „Anlieger frei“-Schildes – auf die Lengsdorfer Hauptstraße (Einbahnstraße nach rechts), Richtung Ohligsmühle oder Frechengasse. Das ungewohnt hohe Verkehrsaufkommen auf der Lengsdorfer Hauptstraße – zumal die Pflasterung den Autolärm erhöht – nervt die Anwohner. Zudem verstopft der Schleichverkehr wegen der Rechts-vor-Links-Regelung das Nadelöhr Frechengasse/Ohligsmühle noch stärker.

Laut Presseamt sind die Arbeiten an der Lingsgasse „vollständig im Zeitplan“. Lediglich am Tag nach dem Unwetter habe der Bagger still gestanden. Es gebe keine Lieferengpässe für Materialien oder Baugeräte. Die Arbeiten würden eng von der zuständigen städtischen Bauleiterin kontrolliert. Das heißt, mit Ende der Ferien kann der Verkehr einspurig durch die Baustelle geführt werden. Eine Ampel regelt die Durchfahrt. Voraussichtlich bis Ende August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Baukosten beziffert die Verwaltung auf rund 230 000 Euro.