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Karstadt Bonn: Filiale am Münsterplatz schließt einen Tag früher als geplant

Schließung vorgezogen : Karstadt-Filiale in Bonn schließt endgültig ihre Türen

Der Konzern Galeria Kaufhof Karstadt hat das eigentlich für Donnerstag angekündigte Ende seiner Filiale in Bonn vorgezogen. Seit Mittwochabend ist das Geschäft am Münsterplatz zu.

Noch schneller als geplant verlief der Ausverkauf bei Karstadt am Bonner Münsterplatz. Bereits am Mittwoch um 18 Uhr war Schluss und damit einen Tag früher als vorgesehen. Nach 26 Jahren geht damit eine Kaufhaus-Ära in Bonn zu Ende. „Wir haben heute um kurz nach 16 Uhr die Anweisung bekommen, die Türen zu schließen“, sagte Betriebsratsvorsitzende Therese Thrun. Bereits vor zwei Wochen habe der Konzern den letzten Verkaufstag vom 17. auf den 15. Oktober vorverlegt.

 „Wir können uns diesen Schritt nicht erklären. Die Ware hätte noch bis morgen Mittag gereicht“, so Thrun am Abend gegenüber dem GA. Ähnlich verhielt es sich wohl auch an anderen Standorten wie den Filialen an der Mönckebergstraße in Hamburg und in Landau in der Pfalz.

Nach Aussage von Thrun soll ein Teil der Mitarbeiter für ein halbes Jahr in eine Transfergesellschaft gehen. Zehn Kollegen und Kolleginnen hätten einen neuen Job gefunden, aber der Rest sei leider erst einmal arbeitslos. Für eine ausführlichere Stellungnahme auch zu der Frage, welche Strategie der Konzern mit der früheren Schließung fährt, war  die Pressestelle von Galeria Karstadt Kaufhof in Essen am Mittwochabend nicht zu erreichen.

Anfang Oktober hatte der Eigentümer der Immobilie, die Aachener Grundvermögen, noch keine Mietverträge mit einem möglichen Nachfolger unterschrieben. Man befinde sich in intensiven Gesprächen, so das Unternehmen gegenüber dem GA. In dem Gebäude an der Poststraße bleiben jedoch Aldi und der Drogeriekonzern dm im Erdgeschoss weiter geöffnet.