Kostenloser Einbau an diesem Wochenende möglich 250 Wärmepumpen für Betroffene der Flut im Ahrtal

Ahrweiler · Die Hilfsorganisation AHRche verfügt noch über rund 250 Wärmepumpen, die sie kostenfrei an Flutbetroffene abgeben kann. Das meldet die Energieagentur Rheinland-Pfalz. Am Wochenende sind Techniker im Ahrtal unterwegs, die die Wärmepumpen kostenlos einbauen.

 Wärmepumpen wie diese können auch mit bestehenden Heizkörpern effizient arbeiten.

Wärmepumpen wie diese können auch mit bestehenden Heizkörpern effizient arbeiten.

Foto: dpa-tmn/Daikin

Wer im Ahrtal noch über keine Wärmeversorgung für sein Haus oder seine Wohnung verfügt – sei es, weil die neue Heizung noch nicht geliefert ist oder der Heizungsbauer bislang keinen feien Termin hatte – kann sich jetzt an den Verein AHRche wenden. Wie die Energieagentur Rheinland-Pfalz mitteilt, verfügt der Hilfsverein noch über 250 Wärmepumpen, so genannte Split-Klimageräte, die er kostenfrei an Flutbetroffene abgibt.

Der Einbau erfolgt durch Fachhandwerker der Initiative „Wärme für das Ahrtal“ und kostet die Kunden nur ein Dankeschön, heißt es. Interessierte können – möglichst bis zum Wochenende – unter Ahrtal@kaelte-berens.de oder bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz ihren Bedarf für eine Wärmepumpe melden. Beim Verein Die AHRche e. V. (Kalvarienbergstraße 1, 53474 Ahrweiler) kann die 1-Raum-Heizung von Montag bis Freitag, von 18 bis 20 Uhr, und Samstag, von 9 bis 13 Uhr besichtigt werden.

Kostenloser Einbau nur bis 5. Dezember möglich

Am kommenden Wochenende sind rund 100 Techniker der Initiative „Wärme für das Ahrtal“ im Ahrtal unterwegs, um 160 Wärmepumpen zu verbauen. Noch sind für das Wochenende bis 5. Dezember Kapazitäten offen. Da die von den Fachfirmen eingesetzten Mitarbeiter danach erst einmal ihre Kundenaufträge abarbeiten müssen und viele Monteure aufgrund von Weihnachtsurlaub nicht verfügbar sind, wird „Wärme für das Ahrtal“ danach erst einmal pausieren. Ab Mitte Januar werden die Techniker dann wieder im Ahrtal unterwegs sein.

AHRche hat mit Hilfe vieler Hersteller, Großhändler sowie Spendengeldern die Aktion finanziert und mit den zahlreichen ehrenamtlich arbeitenden Klima-Fachbetrieben bereits mehr als 500 Wärmepumpen bei den Betroffenen im Flutgebiet verbaut. Mit den Wärmepumpen kann ein Raum von bis zu 50 Quadratmetern so beheizt werden, dass er im Winter gut bewohnbar ist, so die Energieagentur. Die Geräte bestehen aus Wandgerät, Außenteil und Verbindungsleitungen. Zur Installation des Gerätes muss allerdings in die Außenwand ein Loch von rund sieben Zentimetern gebohrt werden. Aus diesem Grund muss das Einverständnis des Eigentümers vorliegen.

(ga)
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