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Vereine in der Corona-Krise: Sportverband Bad Honnef lobt Fortschritt bei den Sportstätten

Vereine in der Corona-Krise : Sportverband Bad Honnef lobt Fortschritt bei den Sportstätten

In Aegidienberg ist eine neue Sporthalle entstanden, der Bau eines neues Hallenbades gleich nebenan ist fest im Blick. Was die Entwicklung der Sportstätten angeht, sind die Vereine in Bad Honnef zuversichtlich. Zugleich plagen die Aktiven Sorge in der Corona-Krise. Und auch das Thema Hockeyplatz ist nicht vom Tisch.

Die Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen in Vereinen führt gelegentlich zu Diskrepanzen – beim Sportverband Bad Honnef (svb) löste der Vorschlag des Vorstandes, die Mitgliedsgebühren der 20 dem svb angehörenden Vereine von 20 auf 30 Cent für jedes Vereinsmitglied anzuheben, einen Gegenantrag aus. Klaus-Peter Baum von der DLRG Bad Honnef/Unkel schlug eine Erhöhung auf 40 Cent vor. Zustimmung kam von allen Seiten. Noch-Finanzwart Stephan Elster (Sankt Sebastianus-Schützen Bad Honnef): „Das würde unsere Arbeit erleichtern.“ Bei der derzeitigen Mitgliederstärke in allen Vereinen bedeute das einen Sprung von 1365 auf gleich 2730 Euro. svb-Vorsitzende Marie-José Püllen, seit 2017 im Amt: „Damit hätte ich nicht gerechnet, ich werte das auch als Anerkennung unserer Arbeit.

Marie-Jose Püllen bleibt Vorsitzende

En bloc wurde der Vorstand für drei Jahre gewählt. Püllen bleibt Vorsitzende, jetzt unter dem Segel der Sankt Hubertus-Schützen Rhöndorf. Neue zweite Vorsitzende ist Marita Weinberg vom TV Eiche. Der bisherige Vize Jörg Franz (Sportfreunde Aegidienberg) kümmert sich um die Finanzen, Geschäftsführer bleibt Robert Heil (Leichtathletikverein Bad Honnef). Neue Beisitzer sind Anke Müller (ATV Selhof), Dirk Poppe (TC Blau-Weiß Aegidienberg) und Marion Joksch (KSB) als Sportabzeichen-Stützpunktleiterin. Ehrenvorsitzender ist Karl-Gert Hertel. Die Kasse wird geprüft von Johannes Sünnen (RTV) und Florian Hambuch (ATV). Präsente gab es für Stephan Elster, Stefan Theiß (TTF) und Olaf Beddies (ATV), die aus dem Vorstand ausschieden.

Zu Beginn hatte Püllen Rückblick auf ihre erste Amtsperiode gehalten: „Hauptthema war die Sportstättenentwicklung.“ Nachdem die Stadt aus der Haushaltssicherung heraus sei, sei viel für den Sport erreicht worden. Dass das Gutachten für den Sportentwicklungsplan für den Erhalt des Naturrasens im Stadion Menzenberger Straße plädiert hatte, sei „aus unserer Sicht besser - alle Sportarten können weiter betrieben werden. Die Leichtathletik hätte anderenfalls alt ausgesehen.“ Aber der Hockey-Club, dem der Kunstrasen versprochen wurde im Gegenzug für Bauland auf seinem0 Platz, um das Stadion zu ertüchtigen, habe in die Röhre geguckt. „Jedoch ist es ruhig um den Platz geworden“, so Püllen. Norbert Grünenwald, Fachdienstleiter Bildung, Kultur und Sport bei der Stadt: „Eine Bauleitplanung braucht mehrere Jahre, die Sache läuft noch.“ Püllen versprach: „Wenn es soweit ist, werden wir uns für den HCH einsetzen. Beim Vereinsheim stehen wir in der Pflicht.“

Weitere Halle entsteht an Sankt Josef

Die Sporthalle in Aegidienberg habe im letzten Moment realisiert werden können, bevor die Spende von 500.000 Euro von Joseph Bellinghausen für diesen Zweck einer anderen Bestimmung hätte zugeführt werden müssen. Püllen: „Ich bin sicher, dass nach der Fertigstellung der Sporthalle von Sankt Josef für alle eine weitere Entlastung kommt.“

Obwohl Rat und Verwaltung nach der Schließung des Lehrschwimmbeckens schnell den Neubau des Schwimmbades Aegidienberg beschlossen hätten, habe die SSGS eine schwere Zeit ohne Sportschwimmen und Nichtschwimmerkurse. „Denn die Planung dauert natürlich.“

Acht Honnefer Vereine hätten Anträge für das Landesprogramm zur Förderung moderner Sportstätten gestellt; aus dem 300-Millionen-Euro-Programm gehen 350.000 Euro nach Honnef bis 2022. Heil stellt eine Priorisierungsliste für die Staatskanzlei auf. Auf Initiative von Weinberg bekomme Bad Honnef Fördermittel in Höhe von 10.000 Euro aus dem Programm „Sportplatz Kommune – Kinder- und Jugendsport fördern in NRW“. Weinberg: „Im April konnten wir wegen Corona nicht starten, wir machen etwas in den Ferien und draußen.“

Püllens Dank galt der Stadt, namentlich Norbert Grünenwald und seinen Mitstreitern, die das Optimale für den Sport herausholen würden, sowie allen Mitgliedsvereinen für ihren Einsatz. Ihr Fazit: „Nur wenn wir zusammenhalten, können wir etwas erreichen.“