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Wahl in Königswinter: Parteien wollen Radwege und ÖPNV ausbauen

Kommunalwahl in Königswinter : Alle Parteien wollen die Radwege und den ÖPNV ausbauen

Der General-Anzeiger hat die Parteien zur Wahl in Königswinter befragt. Beim Klimaschutz sind sie sich einig, dass die Mobilitätswende beschleunigt und das Ziel der Klimaneutralität möglichst früh erreicht werden soll.

  • Bündnis 90/Die Grünen: Die konsequente Anwendung des Klimaschutzkonzeptes soll die Stadt zum Vorbild für die Energiewende machen: Senkung des Primärenergiebedarfs, Strombezug zu 100 Prozent aus erneuerbaren und lokalen Quellen bzw. Eigenproduktion. Bürgerenergie wollen wir stärken. Der städtische Fuhrpark soll auf E-Mobilität umgestellt werden. Stärkung des ÖPNV, bessere Anbindung kleinerer Ortsteile und bessere Fahrradwege können Anreize zur Reduzierung von Autoverkehr sein. Weitere Details sind Schutz des Mikroklimas, Reduzierung von Steingärten, Einführung von Baumkataster bzw. Baumschutzsatzung, Stärkung von lokalem Handel und Produktion.
  • CDU: Um weitere dringend notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz in Königswinter umzusetzen, unterstützt die CDU den Vorschlag der Verwaltung, kurzfristig einen Klimaschutzmanager einzustellen. Nur so können die zahlreichen Maßnahmen aus dem städtischen Klimaschutzplan effizient und deutlich schneller umgesetzt werden. Wesentliche Punkte sind die angestrebte CO2-Neutralität der Stadtverwaltung und der städtischen Gesellschaften. Planen und Bauen müssen klimafreundlicher werden. Die CDU wird sich an Pilotprojekten für klimafreundliches Wohnen und Arbeiten beteiligen und fordert den baldigen Einstieg in eine nachhaltige Mobilität (Ausbau ÖPNV, Buslinien im ländlichen Raum, Ausbau von Radwegen, Ladestationen für E-Mobilität, Mobilstationen, etc.).
  • Die Linke: Ohne eine Verkehrswende ist der Klimawandel nicht aufzuhalten. Im Bergbereich von Königswinter fährt der Bus so selten, da geht ohne Auto nichts. Wir wollen die Infrastruktur beim ÖPNV ausbauen, die Taktung erhöhen. Menschen mit kleinen Einkommen sollen sich Tickets für Bus und Bahn leisten können. Fußgänger und Radfahrer finden oft zu schmale Bürgersteige und kaputte Radwege vor. Vorrang für Fußgänger*innen, mehr und gute Radwege, weniger Autos im Zentrum, Tempo 30 innerorts in ganz Königswinter und fahrscheinfrei unterwegs sein mit Bus und Bahn.
  • SPD: Ein zentraler Aspekt für kommunalen Umweltschutz ist für uns die Mobilitätswende: Bus, Bahn & Fahrrad müssen zu einer echten Alternative zum Auto werden. Dafür brauchen wir bessere Anbindungen der kleineren Dörfer, allerdings auch mehr Fahrten in Abend- und Nachtzeiten sowie am Wochenende. Nahverkehr ist viel zu teuer – wir setzen uns für das Ein-Euro-Ticket ein. Für uns hängen Ökonomie und Ökologie eng zusammen: Wir werden die Zusammenarbeit zwischen Stadt und den verschiedenen Unternehmen stärken, sodass Erfahrung im Bereich Umweltschutz ausgetauscht werden kann. Den Einsatz von Solaranlagen für städtische Gebäude befürworten wir.
  • Köwi: Wir werden den Klimaschutz zu einer Hauptaufgabe unseres Handelns machen. Unsere Ziele: Klimaneutralität deutlich vor 2050, Umsetzung einer CO2-Reduktionsstrategie 2030 für alle Emissionsbereiche, professionelles Klimaschutz-, Nachhaltigkeits- und Mobilitätsmanagement, Etablierung kommunaler Anreizsysteme für nachhaltiges Bauen, energetische Sanierung der städtischen Gebäude, klimaneutrale Weiterentwicklung der Gewerbegebiete. In den kommenden Jahren werden wir Mobilität in Königswinter neu denken. Die Förderung des Radverkehrs ist für uns unverzichtbarer Bestandteil einer klimaverträglichen Mobilitätspolitik. Dazu muss das Radwegenetz zügig ausgebaut werden.
  • FDP: In die Planungen neuer und die Sanierung bestehender Bauten werden wir die Begrünung von Gebäuden oder die Innenraumbegrünung, energieeffizientes Bauen und die Nutzung von innovativen umweltfreundlichen Heiztechniken (Photovoltaik, Wärmepumpe, Solarthermie, Blockheizkraftwerk u.a.) einbringen. Für ein zukunftsfähiges, leistungsstarkes und umweltfreundliches Mobilitätsangebot verfolgen wir die Stärkung von Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten durch Apps sowie Park-and-Ride-Parkplätzen, den Ausbau des ÖPNV-Netzes zu Berufsverkehrszeiten, aber auch am Wochenende und in den Abendstunden, vor allem im Bergbereich, die Schaffung sicherer und gut nutzbarer Radwege und Radpendlerrouten, den Bau neuer Straßen zur Umgehung von Ittenbach und Oberdollendorf unter Prüfung alternativer Lösungen (z.B. Untertunnelung des Siebengebirges), weitere Maßnahmen der Lärmvermeidung und des Lärmschutzes.

(ga)