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Freiwillige Helfer pflanzen 1500 Bäume für einen „Bürgerwald“

Zwischen Nieder- und Oberhalberg : Freiwillige Helfer pflanzen für einen „Bürgerwald“ 1500 Bäume

Etwa 70 engagierte Ehrenamtliche haben am Samstag auf einem Waldstück der Stadt Hennef 1500 Bäume angepflanzt. Vor allem klimaresistente heimische Sorten wie Rot- und Hainbuchen, Bergahorn und Vogelkirsche wurden ausgewählt, um die kahle Fläche zu bestücken.

Wie eine Mondlandschaft mutete das Waldstück zwischen Nieder-und Oberhalberg an. Nach massivem Borkenkäferbefall, Sturm und Dürre war die 0,8 Hektar große städtische Waldparzelle so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass viele Bäume, vor allem Fichten, gefällt werden mussten. Das Hennefer Umweltamt organisierte kurzerhand eine Aufforstungsmaßnahme. Am Samstagmittag pflanzten mehr als 70 engagierte Ehrenamtliche gemeinsam mit Bürgermeister Mario Dahm etwa 1500 Bäume an. Vor allem klimaresistente, heimische Sorten wie Rot-und Hainbuchen, Bergahorn und Vogelkirsche wurden ausgewählt, um die kahle Fläche wieder zu bestücken.

„Diese Aufforstung ist ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz in Hennef“, sagte Dahm und dankte den zahlreichen Helfern und Unterstützern. Die Aktion wurde vom Hennefer Umweltamt, allen voran Andrea Kurenbach, im Vorfeld koordiniert. Unterstützt wurde das Projekt mit dem Titel „Bürgerwald“ vom Deutschen Roten Kreuz, von Revierförster Gerhard Pohl (Landesbetrieb Wald und Holz) sowie vom Deutschen Alpenverein Siegburg.

Beginn war bereits um 10 Uhr

58 Mitglieder des Vereins und mehr als 20 ehrenamtliche Hennefer waren am Samstag bereits um 10 Uhr in den Wald bei Oberhalberg gekommen, um kräftig anzupacken. Innerhalb von nur drei Stunden schafften sie es, die insgesamt 1500 Bäume zu pflanzen. Neben Spaten kamen auch Erdbohrer zum Einsatz, die die Stadt zur Verfügung stellte, da die Bäume etwa 35 Zentimeter tief in der Erde angepflanzt werden mussten.

„Der Boden ist durch den Regen sehr weich. Das ist ideal“, sagte Ursula Sampels, Vorsitzende der Siegburger Sektion des Deutschen Alpenvereins. „Es macht riesigen Spaß, bei dieser Aktion dabei zu sein. Zudem leistet man einen wichtigen Beitrag für die Umwelt“, sagte Vereinsmitglied Simon Hornfischer (16). Die einzelnen Gruppen wurden von fachkundigen Ehrenamtlichen angeleitet wie dem gelernten Forstwirt Christoph Mücher oder dem Garten-und Landschaftsbauer Jakub Szmit, die wichtige Tipps bei der Aufforstung geben konnten.

Pflanzungen erfolgten nach einem genauen Plan

Die 1500 Baumpflanzen, die Revierförster Gerhard Pohl für die Aktion besorgt hatte, waren bereits rund 1,8 Meter hoch. Pohl hatte zudem einen Pflanzplan ausgearbeitet, nach dem die Bäume in Gruppen zu je 25 in so genannte Trupps gesetzt wurden. „Zwischen den Baumpflanzen bleibt Platz für eine Naturverjüngung. Diese Dynamik ist uns wichtig“, sagte der Hennefer Umweltamtsleiter Johannes Oppermann.

Rund 1500 Euro investierte die Stadt Hennef in die Baumpflanzen. Entwickelt hatte sich das Projekt "Bürgerwald" laut Oppermann aus der Spendenaktion „Wir helfen dem Wald“, zu der die Stadt bereits im März aufgerufen hatte. Die städtische Waldfläche beträgt etwa 140 Hektar, auf der 35 Prozent Fichten standen. „Große Teile davon sind mittlerweile kaputt“, sagte Andrea Kurenbach. Bei der Spendenaktion kamen insgesamt 7920 Euro zusammen. Damit lassen sich ab Mitte November die nach Dürre und Borkenkäferbefall gerodeten Flächen in den Wäldern südlich von Süchterscheid, südwestlich von Ravenstein sowie zwischen Müschmühle und Altenbödingen aufforsten und mit weiteren 525 Bäumen bestücken.