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Naturschutz in Sankt Augustin: 3000 Bäume für den Pleiser Wald

Naturschutz in Sankt Augustin : 3000 Bäume für den Pleiser Wald

Das Regionalforstamt erhält finanzielle Unterstützung von der VR-Bank im Kampf gegen den Klimawandel und hat rund 3 000 Bäume neu gepflanzt.

 Auf einer Fläche von rund einem Hektar hat der Borkenkäfer den Fichtenbestand befallen. Hier auf Sankt Augustiner Stadtgebiet im Pleiser Wald haben Klimawandel und Schädlinge mächtig gewütet. Der Kahlschlag im Wald ist unübersehbar. Abhilfe geschaffen hat nun die VR-Bank. Sie hat gemeinsam mit dem Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft rund 3 000 Bäume neu gepflanzt.

Schon zum achten Mal investiert die VR-Bank auf diese Art in Nachhaltigkeit. „Damals haben wir begonnen, für jedes neu gewonnene Mitglied einen Baum zu pflanzen“, so Vorstand Holger Hürten, der gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Ralf Löbach und Andre Schmeis die Pflanzaktion leitete. Mitgliederwälder gibt es bereits in Siegburg, Troisdorf, Lohmar, Seelscheid und Ruppichteroth. Nun auch in Sankt Augustin. Bürgermeister Max Leitterstorf freut sich über diesen „wichtigen Beitrag zum Umweltschutz in unserer Stadt“, den der Leiter des Büros für Natur- und Umweltschutz, Gerhard Kasper, wohlwollend begleitet.

2 300 Stieleichen, 200 Wildkirschen und 500 Hainbuchen haben die Förster Jörg Fillmann und Gerhard Pohl ausgesucht, gepflanzt und eingezäunt. „Ohne Zaun würde jeder dritte Baum vom Rehbock weggeäst“, so Pohl, der über die Naturverjüngung begeistert ist: „Nach drei bis vier Jahren sind die kleinen Bäumchen dann bis zu vier Meter hoch und tragen so ihren Teil zum Natur- und Klimaschutz bei“.

Alleine im vergangenen Jahr wurden im Bereich des hiesigen Regionalforstamtes rund 180 000 Bäume im kommunalen und privaten Wald gepflanzt, in den letzten drei Jahren über 400 000. Im Staatswald waren es sogar 400 000 Bäume alleine im vergangenen Jahr. „Wir pflanzen viele verschiedene Baumarten nach dem Motto der Risikoverteilung“, so Jörg Fillmann. Da man nicht weiß, welche Gefahren die Zukunft für den Wald bringt, werden diese durch die Streuung verringert. Der neue Waldbestand soll auch im Klimawandel vital, stabil und widerstandsfähig sein.

So wurden in früheren Mitgliederwäldern beispielsweise Kastanien und Buchen gesetzt. Rund 7 000 Euro hat die VR-Bank für diesen Wald investiert. Gut angelegtes Geld für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, so Abteilungsdirektorin Andrea Schrahe, die darauf verweist, dass es sich dabei um reines Sponsoring handelt. „Geld aus den Gewinnspartöpfen dürfen wir für diese Aktionen nicht anfassen, da hier kein Verein unterstützt wird“, erklärt sie.

Umso bemerkenswerter die Tatsache, dass nun bereits zum achten Mal seit 2013 ein derartiger Wald mit Hilfe des Geldinstituts entsteht. Rund 24 000 Bäume wurden so schon in die Erde gebracht. Und es sollen in den nächsten Jahren weitere folgen. Bei mehr als 51 000 Mitgliedern kann sich das Regionalforstamt Hoffnung auf etliche weitere Pflanzungen machen.