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Volleyball: Saisonauftakt für SSF Fortuna Bonn und TuS Mondorf

Volleyballteams aus der Region : Saisonauftakt für SSF Fortuna Bonn und TuS Mondorf

Nach einer starken Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga wollen sich die Herren des TuS Mondorf noch einmal verbessern. Auch die Damen der SSF Fortuna Bonn stehen vor ihrem Auftakt.

Mit großer Spannung starten an diesem Wochenende die beiden Volleyball-Zweitligisten der Region in die Meisterschaften. Für die Herren des TuS Mondorf geht's am Samstag ab 19 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Kieler TV los. Die Frauen der SSF Fortuna Bonn erwarten am Sonntag um 16 Uhr die Skurios Volleys Borken. Beide Spiele finden in der Hardtberghalle statt, für Zuschauer gilt zudem die 3G-Regel, die beim Einlass auch kontrolliert wird.

Die Herren des TuS Mondorf stehen vor ihrem dritten Jahr in der 2. Bundesliga und haben noch keine Spielzeit unter regulären Umständen über die Bühne bringen dürfen. Sechs Spieltage vor Schluss wurde die Premierensaison in der zweithöchsten Spielklasse abgebrochen und vergangene Saison waren ab November nur Geisterspiele ohne Zuschauer möglich.

Sportlich gesehen war das Abschneiden des TuS allerdings fulminant, Platz vier stand am Ende zu Buche, punktgleich mit dem Drittplatzierten. Noch erfolgreicher schnitten hingegen die kommenden Gäste aus dem hohen Norden ab, sie verpassten Platz eins denkbar knapp und wurden Vizemeister. „Wir wollen jedes Jahr versuchen, uns zu verbessern, aber langsam wird die Luft dafür dünn“, verrät Mondorfs Team-Manager Klaus Utke.

Für einen eventuellen Aufstieg fehlten es ohnehin an den Strukturen. Viel wichtiger sei es zudem, der eigenen Philosophie treu zu bleiben und mit Spielern aus der Region Rhein/Sieg, Bonn und Köln zu arbeiten. Theoretisch würde es auch anders gehen. „Ich hatte – wie jedes Jahr – Anfragen von Spielern aus Australien, Japan, Kanada und Osteuropa. Das sind dann Profis, die unsere Vereinsstrukturen nicht kennen und denken, wir haben pro Einheiten pro Tag“, verrät Utke.

Lars Lockwood und Sebastian Voss haben Mondorf verlassen

Doch weit gefehlt, denn tatsächlich sind alle Spieler reine Amateure. Und es geht auch anders, wie Utke und der TuS Mondorf zeigen. Für die Abgänge Libero Lars Lockwood und Außenangreifer Sebastian Voss, die beide aus privaten Gründen kürzer treten wollen, gibt es namhafte Nachfolger. Neuer Libero ist Lennnart Bevers, neuer Außenangreifer Manuel Harms.

Bevers ist nach Sankt Augustin gezogen, mit Lockwood befreundet und spielte bereits in der ersten Bundesliga, unter anderem bei RWE Volleys Bottrop. Der in Köln studierende Harms war schon länger im Visier des TuS Mondorf und kommt nun vom Drittligisten FCJ Köln, hat in der zweiten Bundesliga bei verschiedenen Vereinen gespielt und belegte vergangene Saison Platz neun bei den nationalen Beachvolleyballmeisterschaften.

Mit dem elften Platz schloss Aufsteiger SSF Fortuna Bonn im Vorjahr als Aufsteiger ausgezeichnet ab und ließ drei Teams hinter sich. „Wir haben unser Ziel erreicht, die Bundesliga in Bonn zu halten“, freut sich der sportliche Leiter des Teams, Albert Klein. Dass die Mannschaft den Klassenerhalt feiern würde, war im Vorfeld alles andere als klar. Denn die ersten beiden Ligen gelten als Profiligen. Entsprechend groß war nicht nur der finanzielle Kraftakt, sondern auch die sportliche Herausforderung für das Team.

Das honorierten übrigens auch die Leser des General-Anzeigers, die das Team im Vorjahr für ihre Leistung zur Mannschaft des Jahres wählte. „Jetzt wollen wir einen neuen Anreiz setzen und besser abschneiden, Rang acht bis zehn wäre super“, meint Klein. Nach dem ersten Jahr in der zweithöchsten Liga gibt es im Kader nun einen großen Umbruch. Mit Hannah Lamby und Luisa Reinhardt stehen zwei Zuspielerinnen nicht mehr zur Verfügung. Lamby wegen nahender Mutterfreuden, Reinhardt wegen eines Umzugs nach Berlin.

SSF Fortuna Bonn haben schweres Auftaktprogramm

Ebenfalls nicht mehr mit an Bord ist Chiara Lück, die künftig für die Drachenfelser Volleys in der Regionalliga baggert. Zudem muss Trainer Sven Anton verletzungsbedingt bis Jahresende auf Maike Liesner, Sarah Höckendorf und Klaudia Czyz verzichten. Neu hinzugekommen sind hingegen Lisa-Corolin Schubert vom MTV Köln und Jil von der Stein sowie Johanna Brockmann aus Münster, die in Bonn studiert.

Bislang noch ohne Spielberechtigung ist Neuzugang Rukie Moja. Die Kosovarin absolviert eine Ausbildung in Bonn und hat in ihrer Heimat in der Junioren-Nationalmannschaft gespielt. Dieser internationale Transfer ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Die Bonnerinnen haben einen Hammer-Auftakt. An den ersten drei Spieltagen stehen die Partien gegen Borken, SCU Emlichheim und Bayer Leverkusen an. Mannschaften, die über vollkommen andere finanzielle Voraussetzungen verfügen als die SSF. „Überhaupt sind nur zwei, drei weitere Mannschaften in der Liga auf unserem finanziellen Level. Wir müssen das mit unserem Enthusiasmus ausgleichen“, sagt Klein.