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Basketball: Telekom Baskets treffen auf Team mit ähnlichem Spielstil

Auswärtsspiel in Bamberg : Telekom Baskets treffen auf ein Team mit ähnlichem Spielstil

Nach einem spielfreien Wochenende sind die Telekom Baskets an diesem Freitag zu Gast bei Brose Bamberg. Bonns Cheftrainer Tuomas Iisalo sieht bei seinem Team und den Franken Paralellen im Offensivspiel.

Die Bundesliga-Pause am vergangenen Wochenende hat den Telekom Baskets eine lange Vorbereitung auf das Spiel bei Brose Bamberg an diesem Freitag (20.30 Uhr/MagentaSport) ermöglicht. Zwei Wochen hatten Chefcoach Tuomas Iisalo und sein Trainerteam Zeit, die Bonner Basketballer auf die Partie bei den Franken bestmöglich einzustellen. Mit der Ruhe der vorherigen Tage war es dann aber am Dienstag vorbei.

Die Ankündigung der Deutschen Telekom, ihr Sponsoring nach der laufenden Saison zu reduzieren, wird auch an der Mannschaft nicht spurlos vorübergegangen sein. Äußern möchte sich Iisalo zu diesem Thema auf Nachfrage nicht, sagt in diesem Zusammenhang nur: „Unser Fokus liegt auf dem Spiel gegen Bamberg. Für uns war es business as usual.“

Und dann doch auch wieder nicht. Denn die selten so üppige Zeit zur Vorbereitung bewegte Iisalo in der ersten Woche zu einem Umbau seines Trainingsplans. „Es ist nicht so einfach, die Spieler zu motivieren, wenn es kein kurzfristiges Ziel mit einem Spiel gibt“, sagt er. Die Einheiten seien in der vergangenen Woche etwas anders gewesen, damit es für das Team auf Dauer nicht zu eintönig werde. „Wir hatten meist nur eine Einheit am Tag, die dafür länger und sehr intensiv war. Einmal waren wir fast vier Stunden in der Halle“, erzählt Iisalo. Wer sich aus dem Baskets-Team also eine kleine Verschnaufpause erhofft hatte, wurde enttäuscht.

Brose Bamberg verpasst Sprung an die Tabellenspitze

Anders als die Bonner war Bamberg am vergangenen Wochenende, als das Pokal-Viertelfinale ausgespielt wurde, in der Liga im Einsatz. Die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers verlor bei den schwach in die Saison gestarteten EWE Baskets Oldenburg deutlich mit 71:87 und verpasste es dadurch, sich von Rang vier an den drittplatzierten Baskets vorbei an die Tabellenspitze zu schieben.

Der vielversprechende Saisonstart beider Clubs ist für Iisalo nicht die einzige Gemeinsamkeit: „Bamberg hat einen ähnlichen Stil wie wir. Sie spielen offensiv auch die meisten Situationen im Pick-and-roll. Und sie haben in Justin Robinson einen dominanten Spielmacher wie wir in Parker Jackson-Cartwright.“ Der Blick auf den Steckbrief und die Statistiken der beiden Point Guards lässt vermuten, dass es sich um ähnliche Spielertypen handelt: Robinson (1,73 Meter) und Jackson-Cartwright (1,80 Meter) zählen zu den kleinsten Akteuren der Liga und überzeugen als starke Assistgeber. Doch Iisalo widerspricht: „In dem, was sie machen, sind beide sehr gut, aber die Spielstile unterscheiden sich.“ Robinson bezeichnet der Bonner Headcoach als den vielleicht besten Werfer unter den Point Guards, Jackson-Cartwright sei dagegen dominanter in der Zone.

Ein Schlüssel zum Erfolg wird für die Baskets laut Iisalo sein, das bislang starke Zusammenspiel zwischen dem Bamberger Spielmacher und Christian Sengfelder bestmöglich zu stören. „Er agiert in dieser Saison mehr als Center und weniger als Power Forward – und macht das unglaublich gut“, sagt Iisalo anerkennend über Sengfelder, der wie Baskets-Center Leon Kratzer von Bundestrainer Gordon Herbert für die WM-Qualifikationsspiele gegen Estland (25. November) und Polen (28. November) nominiert worden ist.

Die Partien der deutschen Nationalmannschaft führen am übernächsten Wochenende zwangsläufig zur nächsten Pause im Ligabetrieb – und damit erneut zu einer veränderten Struktur des Trainings. „Es ist nicht optimal, dass wir in vier Wochen nur ein Spiel haben“, sagt Iisalo. Angesichts des vollen Terminkalenders im Dezember gönnt er der Mannschaft dann eine kleine Pause zur Regeneration.