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Neuer Orden in Vilich-Müldorf: Die S 13 fährt im Karneval nach nirgendwo

Neuer Orden in Vilich-Müldorf : Die S 13 fährt im Karneval nach nirgendwo

Die Prinzengarde in Vilich-Müldorf nimmt auf ihrem Orden die geplante Trassenverlängerung aufs Korn. Geld aus dem Verkauf wird für Wurfmaterial ausgegeben.

Clowns und Tanzmariechen auf dem Karnevalsorden kann jeder, in Vilich-Müldorf ist man diesmal jedoch etwas einfallsreicher: Das aktuelle Sessionsabzeichen des Senats der Prinzengarde trägt das Motiv eines Zuges, der an einem Haus vorbeifährt. Er soll die Linie S 13 darstellen – jene Schienenstrecke, die nach Jahren des Planens und Wartens in diesem Jahr ihren Spatenstich hatte. Die Bauzeit hat es allerdings in sich: Erst im Jahr 2028 soll die Strecke bis Oberkassel komplett fertig sein. Was die Vilich-Müldorfer zum Spruch auf dem Orden animierte: „Es fährt ein Zug nach nirgendwo.“

Die Idee dazu hatte Ordensmeister Klaus Krummrich. „Nach den ewigen Planungen für die S13 kam er auf die Idee“, berichtet Präsident Klaus Kaulfuß. „Aus diesem Gedankenspiel heraus machten wir dann eine Skizze und ließen sie von der Beueler Ordensfabrik Bley umsetzen.“ In den Jahren zuvor hatten die Vilich-Müldorfer hingegen vorwiegend Motive aus dem Ort gewählt.

„Wir hatten schon unsere Tanzmädels, die Mühlenbachhalle und unser neues Damenkomitee“, erklärt Kaulfuß. Das neue Abzeichen wird als Orden des Prinzengarden-Senats überreicht und kann im Ort für fünf Euro käuflich erworben werden. „Das Geld wird für Wurfmaterial und weitere Ausgaben der Prinzengarde verwendet“, so Kaulfuß.