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Bezirksvertretung Hardtberg: Ortsfestausschuss bekommt Kosten für Esel-Reperatur

Bezirksvertretung Hardtberg : Ortsfestausschuss bekommt Kosten für Esel-Reperatur

Die Reparatur des Esels am Schickshof wird aus dem Feuerwehrtopf des Stadtbezirks bezahlt. Das hat die Bezirksvertretung beschlossen. Auch zu den Themen Schiffgesweg und Pfandringe an der Rochusstraße gabe es Entscheidungen.

Die Bezirksvertretung Hardtberg kam am Dienstagabend im Großen Saal des Ortsteilzentrums Brüser Berg zusammen. Wegen der Corona-Pandemie fand sie in Absprache mit den Fraktionen in reduzierter Besetzung statt. Am Eingang wurde Fieber gemessen, im Saal trugen die Teilnehmer Maske. Auf der Tagesordnung standen einige Punkte, hier die wichtigsten im Überblick.

■ Kosten für die Reparatur des Esels. Als besonders dringlich erachtete die CDU das Thema Esel am Schickshof. Das sah auch eine Mehrheit in der BV so, also kam das Thema auf die Tagesordnung. Die Bronzefigur war kürzlich beschädigt worden. Vermutlich hatte ihn ein Fahrer beim Rangieren übersehen, ihn angefahren und sich dann davongemacht. Der Ortsfestausschuss (OFA), dem der Esel gehört, musste für die Reparaturen an der Skulptur und am Fundament aufkommen. 1275 Euro habe das gekostet. Die Statue sei für die Ortgemeinschaft Duisdorf identitätsstiftend, heißt es in dem Dringlichkeitsantrag. „Deshalb ist es gerechtfertigt dem Ortsfestausschuss Duisdorf die Kosten für die Reparatur als Zuwendung aus dem Feuerwehrtopf des Stadtbezirks zu erstatten.“ Jutta Brodhäcker (Grüne) sah eine Dringlichkeit nicht gegeben, stelle sich aber hinter das Vorhaben. Sie regte allerdings an, die Kosten über Spenden zu finanzieren und spendete selbst noch in der Sitzung. Bernd Schmidt, der Vorsitzende des OFA, konnte am Abend 70 Euro mitnehmen. Am Mittwoch trafen noch weiter 130 Euro an Spenden bei ihm ein. Am Ende entschied das Gremium einstimmig, die Kosten für die Reparatur zu übernehmen.

■ Ausbau Schiffgesweg. Ganz oben auf der Agenda stand der Schiffgesweg oberhalb des Katzenlochbachtals. Er verbindet den Ippendorfer Weg in Lengsdorf und die Reichstraße in Ückesdorf und ist nur für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben. Laut einem Bürgerantrag sind Teile des Weges bei Regen überflutet und nicht mehr passierbar. Das sei besonders für Kinder ärgerlich, die mit dem Rad von Lengsdorf nach Ückesdorf zur Schule fahren. „Der Antrag ist getragen von einem breiten Konsens in der Bürgerschaft“, sagte Bert Moll (CDU). Er plädierte dafür, den Weg so auszubauen, dass er das ganze Jahr nutzbar ist. Ein Vertreter des Tiefbauamtes erläuterte, dass es schwierig sei, etwas gegen das Wasser auf dem Weg zu unternehmen, weil sich das Stück in einer Senke befinde. Die Kosten für die Umsetzung des Bürgerantrags, so seine Schätzung, würden im sechsstelligen Bereich liegen. „Nicht jeder Weg muss ein Radweg sein“, sagte Jutta Brodhäcker (Grüne). Sie wundere sich über den Antrag der CDU. Unterstützung gab es von der FDP. „Ich finde das Anliegen gut, den Weg besser nutzbar zu machen“, sagte Frank Thomas. Am Ende fand der Antrag keine Mehrheit und wurde abgelehnt.

■  Pfandringe für die Rochusstraße. Grüne und SPD hatten beantragt, dass in der Fußgängerzone in Duisdorf, vom Europaplatz bis zur Derlestraße, an öffentlichen Mülleimern sogenannte Pfandringe angebracht werden. Pfandsammler müssten dann nicht mehr in den Mülleimern voller „Essensresten, Hundekot und Scherben wühlen“, heißt es in dem Antrag. Die Ringe würden solchen Menschen etwas Würde zurückgeben. Die CDU wollte diesen Antrag noch ergänzen und forderte, die Pfandringe nicht nur in der Fußgängerzone anzubringen, sondern auch an anderen „belebten Orten“ zu nutzen. „Flaschen landen oft im Müll oder daneben“, sagte Dominik Loosen (SPD). Mit dem Projekt könne ein Ausrufezeichen für die Fußgängerzone gesetzt werden. Jutta Brodhäcker befürwortete die von der CDU vorgeschlagene Ausweitung, störte sich allerdings an der Formulierung „belebte Orte“ und forderte, konkrete Stellen zu benennen. Schließlich wurden sowohl die Änderungen als auch der eigentliche Antrag einstimmig angenommen.

■ Sicherheit am Maarweg. Am Abend ging es auch um die Sicherheit am Maarweg. SPD und Grüne hatten beantragt, dass die Verwaltung prüft, wie die Ecke Helmholtzstraße/Maarweg übersichtlicher gestaltet werden kann. Der Vorschlag war auch, dort eine Fläche zu vergrößern, auf der ein Parkverbot gilt. „Die Straße ist an dieser Ecke sehr schlecht einzusehen“, sagte Jutta Brodhäcker. In diesem Bereich müsse mehr Übersicht geschaffen werden. Die FDP wollte den Antrag noch ergänzen. „Die Gehwege an der Kreuzung Maarweg/ Helmholtzstraße werden so umgebaut, dass der Haltepunkt Helmholtzstraße barrierefrei zu erreichen ist“, heißt es im Änderungsantrag. Schon im vergangenen Jahr hatte die Bezirksvertretung die Verwaltung damit beauftragt, den Ausbau der Kreuzung zu prüfen. Bei diesem Beschluss blieb es, der um die Änderung der FDP ergänzt wurde.

■ Die wirtschaftliche Lage. Zu Gast in der Bezirksvertretung war Stadtkämmerin Margarete Heidler. Sie erinnerte daran, dass für die Stadt ein ausgeglichener Haushalt wichtig sei und mahnte die Bezirksvertreter dazu, sich gut zu überlegen, welche Projekte sie umsetzen wollen. Sie wies auch darauf hin, dass durch Corona mit Steuerausfällen zu rechnen sei. Wie hoch diese ausfallen, sei derzeit schwierig abzuschätzen. Wie in den vergangenen Jahren steht für den Stadtbezirk wieder ein Feuerwehrtopf von 20.000 Euro zur Verfügung.