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Maximiliancenter Bonn - Geschäftsleute müssen nach Stromausfall weiter warten

Maximiliancenter in Bonn : Geschäftsleute müssen nach Stromausfall weiter warten

Beim vom Stromnetz abgetrennten Maximiliancenter ist weiter keine Lösung in Sicht. Die Geschäftsleute bangen um ihre Einrichtung und Ware.

Weiterhin keine neue Entwicklung hat es am Freitag im Maximiliancenter gegeben. Wie berichtet, ist die mehrstöckige Einkaufspassage seit dem Gewitter am vergangenen Wochenende geschlossen und vom Stromnetz abgetrennt. Wie das Wasser bei dem Starkregen in die Gebäudetechnik der Untergeschosse gelangen konnte, wird derzeit untersucht. Die Firma Ten Brinke, die den Gebäudekomplex als Investor errichtet hatte, mochte sich nicht zu dem Vorfall äußern. Wann das Center wieder öffnen kann, ist weiter unklar – wie die Mieter mit wachsender Beunruhigung feststellen.

„Leider gibt es weiterhin keine verlässlichen Informationen“, sagt am Freitag eine Geschäftsfrau. Eine Gastronomin erzählt, dass ihr vor allem die Unsicherheit zu schaffen mache: „Hätte ich gewusst, dass das Gebäude so lange gesperrt bleibt, hätte ich vielleicht seit Jahren erstmals ein paar Tage Urlaub gemacht.

Stattdessen sitzen ein Dutzend Mieter und ihre Mitarbeiter seit einer Woche auf heißen Kohlen.“ Etwas bange sei ihr vor dem, was sie im Laden erwarte, wenn dieser wieder zu betreten ist: „Vermutlich steht in der Tiefkühltruhe die aufgetaute Ware. Ich gehe davon aus, dass ich Geräte und Lebensmittel neu bestellen muss. Das dauert dann auch wieder“, beschreibt sie ihre Gefühlslage.

Auch die kühlpflichtigen Medikamente der Apotheke in der Passage dürften inzwischen verdorben sein, wie eine Mitarbeiterin bestätigt. All das wirft zunehmend die Frage nach der Haftung auf: Wofür kommt die Gebäudeversicherung des Eigentümers auf? Haftet sie auch für Sachschäden, Verdienstausfall und mögliche Mietminderungen der Ladenbesitzer? Intensive Schriftwechsel dürften für die nächsten Wochen programmiert sein.