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Münsterplatz in Bonn: Bonner Kussmund verführt zum Selfie

Mitten auf dem Münsterplatz : Neuer Bonner Kussmund verführt Passanten zum Selfie

Eine Bonn-Figur ganz in Schwarz ziert ab sofort den Münsterplatz. Mitten drin prangt das berühmte Logo der Bundesstadt: der Kussmund.

Mitten auf dem Münsterplatz steht ab sofort ein neues Fotomotiv für Bonner und Besucher bereit: Der Schriftzug „Bonn“ – ganz in Schwarz – mit dem berühmten Kussmund anstelle eines „O“. Kaum hatten Oberbürgermeisterin Katja Dörner und Karina Kröber vom Verein City-Marketing am Dienstagmittag das Werk aus Aluminium enthüllt, machten viele Passanten vor dem Schriftzug ein Selfie oder ließen sich von anderen ablichten.

Es sei wohl die Zeit der Enthüllungen, scherzte die OB, als sie gemeinsam mit Kröber und mit einer Schere bewaffnet zur Tat schnitt und das rote Band durchschnitt, das die Hülle zusammenhielt. Damit spielte sie auf das Historienspiel um die Enthüllung der Beethoven-Statue auf dem Münsterplatz am Sonntag an. Viele Mitglieder von City-Marketing, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Stefan Hagen, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK), und sein Hauptgeschäftsführer Hubertus Hille verfolgten die Enthüllung der Bonn-Figur, mit der City-Marketing vor allem ein Ziel verfolgt: Die Bonner Innenstadt ein Stück weiter attraktiver zu machen.

Bonn-Figur soll dauerhaft in der Innenstadt bleiben

Kröber erinnerte an die erfolgreiche Aktion vor drei Jahren, als 700 Beethoven-Skulpturen des Konzeptkünstlers Ottmar Hörl zwei Wochen lang auf dem Münsterplatz zu bestaunen waren. Gut 3000 Exemplare in Gold und Grün wurden anschließend verkauft. Sie zieren heute so manche Schaufenster, Ladenlokale, Büros, Praxen oder private Wohnungen. Eine Aktion, die weltweit für Schlagzeilen sorgte.

„Ich hoffe, dass wir auch mit diesem Selfiepoint die Herzen der Bonner und Besucher höherschlagen lassen können“, sagte Kröber. Die Bonn-Figur soll dauerhaft in der Stadt stehen bleiben; auf Wunsch werde sie auch an die Stadtbezirke für eine Weile ausgeliehen, sagte Kröber an die Adresse von Gisbert Weber, Vorsitzender der Wirtschafts- und Gewerbegemeinschaft Hardtberg, der ebenfalls unter den Zuschauern weilte.

Dörner lobte die Aktion von City-Marketing, die gerade in diesen schwierigen Zeiten ein Baustein zur Attraktivitätssteigerung der City sei und die die Stadt finanziell unterstützt habe. Wie berichtet, hatte der Stadtrat auf Vorschlag der Verwaltung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie den Kaufleute- und Gewerbevereinen in der City und in den Bezirken Geld bereitgestellt, damit Aktionen zur Steigerung der Attraktivität umgesetzt werden können. City-Marketing hat davon rund 60 000 Euro erhalten. „Damit haben wir bereits einige Veranstaltungen finanzieren können, weitere sind geplant“, sagte Meike Reinhardt, ehrenamtliche Geschäftsführerin des Vereins.

Bonn-Fest vom 30. September bis 2. Oktober in der Innenstadt

Weitere 150.000 Euro hatte der Rat als Unterstützung für die Gutschein-Aktion „Bonn53“ beschlossen, von der der heimische Standorthandel profitieren soll. Von April bis Juni sollten mit dem städtischen Geld die Gutscheine, die es nach wie vor bei allen mitwirkenden Betrieben gibt (www.bonn53.de) , einen zehnprozentigen Aufschlag erhalten, ein Gutschein für 50 Euro also 55 Euro wert sein. Eine Aktion, die offensichtlich nicht auf große Resonanz gestoßen ist, wie der GA erfuhr. Das Gros des städtischen Geldes ist wohl nicht abgerufen worden und entsprechend des Ratsbeschlusses wieder in die Stadtkasse zurückgeflossen, hieß es.

City-Marketing wollte sich dazu auf Nachfrage nicht äußern. Nur so viel: „Wir befinden uns mit der Gutschein-Aktion noch im Aufbau“, sagte Reinhardt. Jetzt hofften sie und ihre Mitstreiter auf ein gutes Gelingen des Bonn-Festes mit verkaufsoffenem Sonntag vom 30. September bis zum 2. Oktober in der Innenstadt.

Stattfinden soll auch „Bonn leuchtet“ wie geplant vom 4. bis 6. November. „Wir berücksichtigen bei der Planung natürlich die aktuelle Energiekrise“, betonte Reinhardt. Beleuchtete Fassaden wie in der Vergangenheit werde es nicht geben. „Wir arbeiten zurzeit an vielen kreativen Ideen und Vorschlägen, damit das Fest trotzdem stattfinden kann“, sagte sie, ohne zum jetzigen Zeitpunkt auf Details eingehen zu wollen.