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Kommentar zur Gamescom: Es gibt kein Zurück

Kommentar zur Gamescom : Es gibt kein Zurück

Die Gamescom findet seit Donnerstagabend wegen der Corona-Pandemie zum ersten Mal virtuell statt. Es gibt wohl kaum eine andere Veranstaltung, die sich besser als Testlauf für Online-Messen eignet als die Gamescom, kommentiert GA-Redakteurin Delphine Sachsenröder.

Es gibt wohl kaum eine andere Veranstaltung, die sich besser als Testlauf für Online-Messen eignet als die Gamescom. Zum Branchentreffen der Computerspiele-Szene kommen ohnehin nur Menschen, die sich im Netz auskennen und viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Sie werden das Angebot nutzen. Die Verlegung von Verbraucher-Messen ins Internet hat schließlich schon bei anderen Themen funktioniert.

Nach der Corona-Krise wird sich zeigen, welche Auswirkungen die Digitalisierung im Hau-Ruck-Verfahren auf die deutsche Messewirtschaft haben wird. Zwar trauern durchaus auch manche „Gamer“ den persönlichen Treffen in den Kölner Messehallen hinterher. Aber nicht nur bei der Gamescom wird es nach Corona keine Rückkehr zur alten Normalität geben. Messestädte werden nicht mehr mit den größten und modernsten Hallen um Veranstaltungen werben. Vielmehr müssen sie mit stimmigen Konzepten aufwarten, online und offline bei Messen zu kombinieren. Die sogenannte Umwegrendite, die unter anderem Hotellerie, Gastronomie und Messebau an den Standorten erwirtschaften, dürfte deutlich schrumpfen.