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Vergewaltigung in Hennef: Junge Männer sollen 14-Jährige in Auto gelockt haben

Prozessbeginn in Bonn : 20- und 21-Jähriger sollen 14-Jährige in Hennef vergewaltigt haben

Nach der Vergewaltigung eines 14-jährigen Mädchens stehen seit Dienstag zwei Männer in Bonn vor Gericht. In dem Verfahren wird ihnen vorgeworfen, in Hennef zwei Mädchen - 14 und 12 Jahre alt - überredet zu haben, in ihr Auto einzusteigen. Die Angeklagten hätten die 14-Jährige dann im Wagen vergewaltigt.

Vor dem Bonner Landgericht hat am Dienstag der Prozess gegen zwei 21-jährige Männer und einen 20-Jährigen begonnen. Einem der 21-Jährigen und dem 20-Jährigen wird in der Anklage vorgeworfen, ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Dem anderen 21-Jährigen wird Beihilfe zu der Tat vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Männer im vergangenen September an einer Bushaltestelle in Hennef zwei Mädchen im Alter von 14 und zwölf Jahren überredet hatten, in ihr Auto einzusteigen. Sie hatten als Vorwand genutzt, sie zum Bahnhof bringen zu wollen. Stattdessen sei die Fahrt aber zu einem abgelegenen Parkplatz gegangen, wo zwei Angeklagte dann das ältere Mädchen mehrfach vergewaltigt haben sollen.

Zu Beginn des Prozesses ließ sich ein Tatverdächtiger über seinen Anwalt grundsätzlich geständig ein. Die beiden Mitangeklagten bestätigten den von der Anklage skizzierten Tatrahmen, sagten aber, der Sex sei einvernehmlich gewesen.

Offenbar waren die drei Männer aus Köln im Auto des Mannes unterwegs, der der Beihilfe angeklagt ist: Der 21-Jährige ließ das Gericht über seinen Anwalt wissen, dass er sich in einem Hennefer Tattoo-Studio im Nacken tätowieren lassen wollte. Man sei in seinem Dienstwagen – das Fahrzeug gehöre einem Kölner Getränkehersteller – gemeinsam aufgebrochen.

Vor Ort sei er dann zum Tätowieren ausgestiegen und seine Kumpel hätten ihn nach der Behandlung wieder mit seinem Wagen aufgelesen. Nun hätten aber zwei junge Frauen in bester Laune mit im Auto gesessen. Eines der Mädchen habe Alkohol aus einer im Wagen liegenden Wodkaflasche getrunken. Schnell sei die Sprache darauf gekommen, dass seine Freunde mit ihr zum Sex alleine sein wollten.

Obwohl er eigentlich müde gewesen sei und schnell nach Hause wollte, habe er zugestimmt, an einem Schotterparkplatz unweit einer Schnellstraße anzuhalten. Dort sei er mit dem anderen Mädchen ausgestiegen. In den folgenden rund 40 Minuten habe man gemeinsam bei einer Zigarette gewartet, bevor man wieder zu den anderen in den Wagen gestiegen sei.

Beim Einsteigen habe er gesehen, wie das Mädchen seine Hose hochgezogen habe, die Männer seien bekleidet gewesen, so der Angeklagte. Die Verhandlung geht mit der nichtöffentlichen Anhörung des Opfers weiter, ein Urteil wir erst im März erwartet.