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Siegburg-Kaldauen: Discounter Aldi-Süd eröffnet Filiale

Einzelhandel in Siegburg : Discounter eröffnet Filiale in Kaldauen

Politik und Verwaltung wollen das Zentrum des Siegburger Stadtteils weiterentwickeln und die Bürger miteinbeziehen. Ein Discounter eröffnet nun eine neue Filiale in Kaldauen.

 Seit März mussten die Kaldauer den Siegburger Stadtteil verlassen, wenn sie ihre Lebensmittel einkaufen wollten. Der Edeka-Supermarkt in der Ortsmitte hat geschlossen und damit war zugleich die Sorge um die Zukunft des größten Siegburger Stadtteils gewachsen. Denn auch eine Gaststätte mit großem Versammlungssaal war weggefallen. Mit der Eröffnung eines Aldi-Frischemarktes am Donnerstag an gleicher Stelle schließt sich nun zumindest die für kurze Zeit klaffende Versorgungslücke wieder.

Wie Aldi-Süd mitteilte, eröffnet das Unternehmen dort auf 850 Quadratmetern einen Discounter mit neuem Konzept. „Wir legen hier den Fokus noch deutlicher auf die Frische unserer Lebensmittel“, sagt Harald Peters, der bei der Regionalgesellschaft Aldi Sankt Augustin für die Filialentwicklung zuständig ist. Dazu hat das Unternehmen die an der Hauptstraße gelegenen Räume in den vergangenen Wochen auch neu gestaltet.

Stadt ist mit weiteren Grundstückseigentümern im Gespräch

Damit ist den Kaldauern eine Sorge genommen. Die Ortsmitte soll sich in den kommenden Jahren aber noch weiter entwickeln. So wie es eigentlich auch schon beim Bau des Wohn- und Geschäftshauses an der Hauptstraße vor rund 20 Jahren geplant war. Die Idee, die Bebauung auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite fortzusetzen und somit ein richtiges Zentrum zu gestalten, war bislang aber am Eigentümer des dafür benötigten Grundstücks gescheitert.

Inzwischen haben sich die Eigentumsverhältnisse geändert. Mit den neuen Eigentümern ist die Verwaltung im Gespräch – und hat sie darüber informiert, dass „eine reine Wohnnutzung an der Hauptstraße den planerischen Zielvorgaben entgegensteht“. Auch mit den Besitzern anderer Grundstücke an Haupt- und Kapellenstraße sei sie in Kontakt, teilte die Verwaltung zuletzt im Planungsausschuss mit.

Unterdessen haben auch erste Kaldauer Ideen für ihr Zentrum eingebracht. Dazu hatte der Vorstand der Bürgergemeinschaft Kaldauen Mitglieder aufgerufen, Anregungen, Ideen und Wünsche für die Gestaltung der „Neuen Mitte“ vorzubringen. Die stellten die Vorsitzende Rita Schubert und ihr Stellvertreter Herbert Kreuser unlängst Bürgermeister Stefan Rosemann vor. „Uns wurde die Furcht genommen, es könnten dort ausschließlich Wohnsilos entstehen“, sagt Rita Schubert.

In einer Bürgerinformation möchte die Stadt interessierte Kaldauer über die Entwicklungen rund um den Ortskern auf dem Laufenden halten und dabei auch deren Vorschläge einholen. Ein Termin steht allerdings noch nicht fest. Die Verwaltung verweist auf die Corona-Pandemie und die laufenden Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern.