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Explosion in Swisttal: Unbekannte sprengen Toilette

Auch Sparkasse betroffen : Unbekannte sprengen Toilettenhäuschen in Swisttal

In Swisttal-Heimerzheim haben bislang Unbekannte am Sonntagmorgen ein Toilettenhäuschen gesprengt. Möglicherweise wurde durch die Detonation der Alarm in der benachbarten Bankfiliale ausgelöst.

Von einem mächtigen Knall wurden am frühen Sonntagmorgen gegen 3.30 Uhr Anwohner Am Fronhof in Swisttal-Heimerzheim geweckt: Nahe des Parkplatzes an der Häuserzeile der Straße hatten bislang Unbekannte ein mobiles Toilettenhäuschen gesprengt. Die Polizei geht dabei nach bisherigen Erkenntnissen von Feuerwerkskörpern als Sprengmittel aus. Sowohl die Bonner Polizei wie auch die Swisttaler Feuerwehr waren anlässlich der Explosion alarmiert worden, so Wehrsprecher Tobias Kalenborn. In unmittelbarer Nähe der gesprengten Toilette steht derzeit ein provisorischer Geldautomat der Volksbank Rhein-Erft. Ein Anwohner dachte daher zunächst, „dass wieder ein Bankautomat gesprengt worden war“ und rief deshalb die Polizei.

Die Volksbank Rhein-Erft hatte ihrer Filiale eigentlich an der benachbarten Kölner Straße, allerdings waren die Büroräume im Juli 2021 überflutet worden. Da eine Sanierung der stark beschädigten Räume keinen Sinn mehr macht, wird die Bank diese Filiale nicht mehr öffnen. Dafür steht nun der provisorische Geldautomat auf dem Parkplatz. Eine weitere Anwohnerin, die der Knall ebenfalls geweckt hatte, ging allerdings von einer Explosion in der unmittelbar benachbarten Filiale der Kreissparkasse Köln an der Kölner Straße aus. „Aus der Bank drang dichter weißer Rauch“, berichtete sie am Sonntagvormittag.

Die Leitstelle der Bonner Polizei unterstrich auf Nachfrage aber, dass man von einer Geldautomatensprengung „keine Kenntnis habe“. Der Swisttaler Feuerwehrsprecher Tobias Kalenborn, der selber bei dem Einsatz in Heimerzheim vor Ort war, kann die Rauchbildung in der Kreissparkassen Filiale möglicherweise erklären: „Manche Banken sind aus Sicherheitsgründen auch in Swisttal dazu übergangenen, ihre Eingangsbereiche, in denen oft auch die Bankautomaten stehen, mit Nebelmaschinen auszurüsten.“ Diese würde bei einer Alarmauslösung automatisch aktiviert, so Kalenborn weiter. Möglich ist, dass der Alarm durch die Sprengung des 100 Meter entfernten Toilettenhäuschens ausgelöst wurde. Dies ist bislang aber noch unklar.

Sinn und Zweck der Nebelmaschinen in den Vorräumen von Banken ist es, Automatensprengern die Arbeit zu erschweren, beziehungsweise diese ganz abzuschrecken. Schließlich hat die Zahl der Automatensprengungen auch in der Region signifikant zugekommen. Erst vor kurzem hatten Unbekannte Geldautomaten in Bornheim-Hersel und Sechtem gesprengt.