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Autokino in Rheinbach: Adendorfer Drehwerk eröffnet Autokino

Angebot ab 30. April : Adendorfer Drehwerk eröffnet Autokino in Rheinbach

Das Adendorfer Drehwerk eröffnet gemeinsam mit einem Rheinbacher Veranstaltungsmanager ein Autokino auf einem Firmengelände in Rheinbach. Bereits in der kommenden Woche soll es losgehen.

Seit Wochen sind  Kultur- und Freizeiteinrichtungen lahmgelegt, ein öffentliches Leben darf wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Seit Mitte März suchen Veranstalter kreative Wege aus der Krise – zu ihnen gehört auch das Drehwerk in Adendorf, das als Betrieb mit Kino, Kleinkunstbühne und Restaurant gleich alle Bereiche stilllegen musste.

Gemeinsam mit dem Veranstaltungsmanager Oliver Wolf von Wotec aus Rheinbach und Moving Movies, einem Dienstleister für Open-Air-Kino, laden Rudi Knorr und sein Team ab dem 30. April in Rheinbach zum Autokino ein. „Wir haben das schon seit Längerem geplant“, so Knorr im Gespräch, „aber die nötigen Anträge, die dafür gestellt werden müssen, brauchen ihre Zeit. Aktuell warten wir noch auf die Frequenz für den Audiokanal von der Bundesnetzagentur, daher können wir erst am 30. April starten“, so Knorr weiter.

Die Zusammenarbeit mit den beiden anderen Partnern hatte sich schnell ergeben und ist teils auch nicht neu: Wolf ist gebürtiger Adendorfer und hat des Öfteren als Veranstaltungstechniker mit dem Drehwerk zusammengearbeitet. Der Versuch, eine passende Fläche für ein Autokino in Wachtberg zu finden, scheiterte allerdings. Mit Genehmigung der Stadt Rheinbach dürfen die Veranstalter nun die Wiese vor dem Gelände der Firma Wotec an der Zeissstraße nutzen.

Stadt erteilt Genehmigung „sehr gerne“

„Wir haben sehr gerne die Genehmigung zu diesem tollen Projekt erteilt. Wir unterstützen solche kreativen Ideen, um die aktuelle Situation erträglicher zu machen“, so Norbert Sauren, Pressesprecher der Stadt Rheinbach. Um das Projekt umsetzen zu können, bringt jeder der drei Partner kostenlos die Mittel ein, die ihm zur Verfügung stehen: Moving Movies stellt kostenlos die Kino- und Leinwandtechnik, Wotec kümmert sich um die Leinwand und Audiotechnik sowie das Personal für den Außenbereich.

Das Drehwerk übernimmt alles, was mit den Filmbuchungen zu tun hat sowie die Kontrollen am Abend mit seinem Personal. „Wir tragen alle bei, was auch immer wir können,  und wenn am Ende etwas übrig bleibt, wird der Gewinn durch drei geteilt“, erläutert Knorr die Finanzen.

Bis zu 100 Autos pro Abend

Ab dem 30. April können Kinofans in bis zu 100 Autos jeden Abend auf dem Gelände in Rheinbach einen Film genießen. Das Programm wird erst in der kommenden Woche veröffentlicht, laut Knorr jedoch eine Mischung aus Programmkino und Mainstream sein: „Wir werden natürlich ganz aktuelle Filme zeigen, aber auch solche, die wegen der Pandemie eingestellt werden mussten und vorher recht gut bei uns liefen.“ Buchung und Verlauf des Kinoabends gestalten sich kontaktlos: Das online erworbene Ticket (pro Auto kostet es 22 Euro) wird am Einlass durch die geschlossene Scheibe eingescannt und auch Snacks und Getränke werden vorab bestellt und bezahlt. Diese werden dann auf einem Tisch für den Kunden bereitgestellt, der sie im Vorbeifahren mitnehmen kann.

Für Knorr, der in seinem familiengeführten Kulturbetrieb viele Kunden persönlich kennt, eine etwas merkwürdige Situation, aber ohne Einhaltung dieser Auflagen geht es nicht. So sind pro Auto auch nur zwei Personen zugelassen – mit Kinobesuchen ganzer Familien rechnen die Veranstalter eher nicht.

Wie berichtet, plant auch in Bonn eine Gruppe aus Veranstaltern gemeinsam mit dem Technik-Dienstleistungsunternehmen Sound and Light die Eröffnung eines Autokinos in Dottendorf. Noch warten sie allerdings auf eine Genehmigung. Wie das städtische Presseamt am Dienstag mitteilte, ist noch keine Entscheidung gefallen.

Weitere Infos zum Programm gibt es in Kürze auf der Internetseite www.autokino-rheinbach.de.