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Kanu-Olympia-Qualifikation: Rendschmidt und Arft auf bestem Weg zu Olympia

Kanu-Olympia-Qualifikation : Rendschmidt und Arft auf bestem Weg zu Olympia

Die Bonner Kanu-Asse Max Rendschmidt und Caroline Arft haben sich beim Olympia-Sichtungslehrgang in Duisburg in starker Form präsentiert. Die abschließende Zusage für die Sommerspiele in Tokio steht allerdings noch aus.

Der erweiterte Kader der Rennkanuten für die Olympischen Spiele in Tokio steht. Beim Weltcup vom 14. bis 16. Mai im ungarischen Szeged sollen weitere Normen erfüllt werden. Die zweite nationale Olympia-Qualifikation am Wochenende in Duisburg gab bereits Aussagen über die Leistungsstärke. Und die konnte sich bei dem Ramersdorfer Max Rendschmidt sehen lassen. Der Doppel-Olympiasieger von Rio zeigte auf der Regattastrecke an der Wedau, dass es bei der Nominierung für den Kajak-Vierer für die geplanten Sommerspiele in Tokio an ihm kein Vorbeikommen gibt. Voraussichtlich wird er dann eine Bootsgemeinschaft mit Ronny Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke bilden.

Über die 500 Meter wurde der 27-Jährige bei der Sichtung insgesamt Dritter, über die doppelte Distanz landete er auf dem fünften Platz. Das Ticket für Tokio dürfte er damit sicher haben. „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, sagte Rendschmidt nach dem Wochenende in Duisburg, „es geht alles in die richtige Richtung.“

Diesen Eindruck konnte man auch von Caroline Arft gewinnen, die wie Rendschmidt ihre sportlichen Wurzeln beim WSV Blau-Weiß Rheidt hat und inzwischen ebenso für die KG Essen startet. In Duisburg präsentierte sie sich mit zwei fünften Plätzen über die 200 und 500 Meter in guter Form. Somit dürfte sich die Rheidterin, die im vergangenen Jahr wegen eines großen Bandscheibenvorfalls lange ausgefallen war, für den Olympia-Vierer qualifizieren.

 Startet bei Olympia wohl im Vierer: Caroline Arft.
Startet bei Olympia wohl im Vierer: Caroline Arft. Foto: privat

Zudem erreichte Tim Dietzler, Max Rendschmidts Bruder, im B-Finale über 1000 Meter einen guten fünften Platz, mit dem er sich sehr zufrieden zeigte.

Kanu-EM in Duisburg abgesagt

Im Einer-Kajak wird Rendschmidt in Tokio allerdings nicht an den Start gehen. Dort ist Jacob Schopf die Option Nummer eins. Über die 500 und 1000 Meter dominierte der Potsdamer. Auf die Plätze kamen dahinter über 500 Meter Martin Hiller (KC Potsdam) und Rendschmidt. Auf der olympischen 1000-Meter-Distanz landeten hinter Schopf Jakob Thordsen (Hannoverscher KC) und Jakob Kurschat (WSV „Am Blauen Wunder“). Über 200 Meter setzte sich in Abwesenheit von Routinier Rauhe der Berliner Kostja Stroinski durch. „Immer, wenn Ronny nicht da ist, bedeutet es, alle anderen rücken einen Platz vor, da an ihm kein Weg vorbeiführt“, sagte Stroinski.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Europameisterschaft in Duisburg abgesagt worden ist. Das teilte der Europäische Verband (ECA) mit. Die kontinentalen Titelkämpfe waren für den 2. bis 6. Juni geplant, können aufgrund der Pandemie-Situation aber nicht ausgetragen werden. Die lokalen Behörden hätten für die EM keine Freigabe gegeben, teilte die ECA mit. mit dpa