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Eurocup: Telekom Baskets gehen in Straßburg unter: Offensiv nicht mehr als ein "Plopp"

Eurocup: Telekom Baskets gehen in Straßburg unter : Offensiv nicht mehr als ein "Plopp"

Das Hinspiel unglücklich verloren, im Rückspiel mehr als deutlich verloren - da mag jeder selbst entscheiden, was für ihn das kleinere Übel ist. Am sechsten Spieltag im Eurocup waren die Telekom Baskets beim französischen Tabellenzweiten Straßburg IG chancenlos.

Bis zur Halbzeit schlugen sie sich noch wacker und lagen nur mit zwei Punkten hinten (29:31), dann aber überrollten die Franzosen sie. Das dritte Viertel ging mit 13:21 verloren, das letzte gar mit 6:24. Endergebnis: 48:76.

Weil Trainer Mathias Fischer anerkennen kann, wenn ein Gegner besser gespielt hat, war seine Laune nach der Partie auch weniger angekratzt, als das deutliche Ergebnis vermuten lassen würde. Im Gegenteil, mit Durchgang eins war der Trainer sogar zufrieden: "Was wir da gespielt haben, hat mir gut gefallen." Nach einem schnellen 2:12-Rückstand machte sich bei der Fangemeinde bereits Zuversicht breit. Denn wenn die Bonner zurückliegen, darf man in dieser Saison eigentlich auf die Parade der magentafarbenen Stehaufmännchen hoffen.

Und zunächst bissen sich die Baskets auch, angeführt von Center Tadas Klimavicius, zurück ins Spiel und sorgten mit einem 14:2-Lauf für ausgeglichene Verhältnisse - 14:16 nach dem ersten Viertel. In der zwölften Minute sorgte Steve Wachalski per Dreier für die erste Gäste-Führung, die Bonner spielten auf Augenhöhe. Mit für Baskets-Verhältnisse beinahe lächerlichen zwei Punkten Rückstand wurden die Seiten getauscht - und dann knallte das französische Feuerwerk, während die Baskets offensiv nicht mehr wesentlich mehr als ein "Plopp" zustande brachten.

Die Ausbeute, die sie mit auf die Heimreise nahmen, war die schlechteste der Saison, zum zählen reichten die Hände einer Startformation: 48 Punkte. Auch sonst sprach die Statistik eine deutliche Sprache: Lausige Trefferquote - ganz egal von wo, ein verlorenes Rebound-Duell, sieben Assists weniger als die Franzosen, die in der aktuellen Spielzeit überhaupt erst ein Spiel in eigener Halle verloren hatten. Nach der zweiten Hälfte wussten die Baskets, warum.

Die Viertel drei und vier waren zum Abhaken. Das erkannte Fischer dann auch, dachte schon mal an das Spiel am Samstag gegen Trier (20.30 Uhr, Telekom Dome) und nahm den Fuß ein wenig vom Gaspedal. "Nach der Pause hat Straßburg - ein echtes Spitzenteam, das darf man nicht vergessen - die Intensität erhöht, und wir sind regelrecht weggebrochen", sagte der Baskets-Headcoach. "Wir haben gar nichts mehr getroffen, und die Franzosen wurden immer selbstbewusster. Auswärtsspiele zu gewinnen, ist in diesem Wettbewerb nicht einfach. Wir müssen die Punkte zu Hause holen."

Eurocup, Gruppe A

Paris Levallois - Saragossa 86:83

Bamberg - Reggio Emilia 75:61

Straßburg - Telekom Baskets 76:48

1. Straßburg IG 6 454:426 10

2. Brose Baskets Bamberg 6 491:416 8

3. Paris Levallois 6 463:463 6

4. Telekom Baskets 6 466:516 6

5. CAI Saragossa 6 505:513 4

6. Pallacanestro Reggiana 6 429:474 2

Weitere Ergebnisse: Gruppe B: Lyon - Artland Dragons 84:83. - Gruppe C: Sevilla - Oldenburg 68:59. Eurochallenge: Ulm - Brindisi 76:77

Statistik

Straßburg IG: Toupane 7 Punkte/1 Dreier, Diot 10/1, Leloup 13/3, Lacombe, Campbell 11/1, Labanca 7/2, Fofana 5, Traore 9, Dobbins 4, Dragicevic, Howard 10.

Telekom Baskets: McConnell 3 Punkte/1 Dreier, Mädrich 2, Veikalas 4, Brooks 3, Mangold, Caloiaro 6, Lawrence 8/1, Klimavicius 13/1, Koch, Wachalski 7/1, Vroblicky 2.

Zweierquote: 52%, Bonn 35%, Dreierquote: Straßburg 47%, Bonn 18%; Freiwurfquote: Straßburg 80%, Bonn 66%; Rebounds: Straßburg 40, Bonn 33 (Bester: Klimavicius 8); Assists: Straßburg: 20, Bonn 13 (Bester: McConnell 5); Ballgewinne: Straßburg 5, Bonn 9; Ballverluste: Straßburg: 14, Bonn 14; Fouls: Straßburg 15, Bonn 18