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Modernste Technik im Einsatz: Polizei kontrolliert Auto-Poser in Sankt Augustin mit Drohne

Modernste Technik im Einsatz : Polizei kontrolliert Auto-Poser in Sankt Augustin mit Drohne

Mit modernster Drohnen-Technik haben Polizei und Ordnungsamt am Freitagabend die Auto-Poser-Szene rund um den McDonald’s in Sankt Augustin und an anderen einschlägigen Treffpunkten der Szene kontrolliert und dabei jede Menge Verstöße geahndet.

Am vergangenen Wochenende hatte sich die Poser-Szene noch weitestgehend ohne Konsequenzen rund um den McDonald’s an der Marie-Curie-Straße in Sankt Augustin treffen können. Freitagabend setzten Polizei und Ordnungsamt dagegen auf massive Präsenz und neueste Überwachungstechnik, um unter anderem Verstöße gegen die Corona-Regeln ahnden zu können. Zudem wurde der Parkplatz zuvor vom Sankt Augustiner Ordnungsamt in Abstimmung mit dem Eigentümer abgesperrt.

Immer wieder hatte es in den vergangenen Wochen und Monaten illegale Treffen der Auto-Szene in Sankt Augustin und Siegburg gegeben. Ein Ärgernis waren Polizei und Ordnungsamt dabei nicht nur die aufgemotzten Wagen, sondern vielfältige Verstöße gegen Verkehrs- und Corona-Regeln. „Das hatte beinahe schon Veranstaltungscharakter“, so Burkhard Rick, Sprecher der Kreispolizeibehörde. Um diese Verstöße dokumentieren und besser beweisen zu können, setzte man nun auf eine moderne Drohne der Feuerwehr.

Dieses rund 25.000 Euro teure Gerät ließen die Beamten am Freitagabend über dem Areal an der Marie-Curie-Straße - unbemerkt von den Auto-Posern - in etwa 50 Metern Höhe kreisen, von wo aus die Drohne gestochen scharfe Bilder von allem, was sich dort abspielte, aufnahm: Viel zu eng aneinander standen die Teilnehmer des illegalen Treffens an ihren Autos, viele trugen keine Masken. „Die Drohne ist Equipment der Feuerwehr, sie unterstützt das Ordnungsamt um zu zeigen, wo sich Ansammlungen bilden“, erklärte Burkhard Rick vor Ort.

Modernste Technik im Einsatz: Polizei kontrolliert Auto-Poser in Sankt Augustin mit Drohne
Foto: Peter Kölschbach

Polizisten verfolgten die Aufnahmen der Drohne an einem Monitor und machten wiederum Aufnahmen mit Handys von aufgezeichneten Verstößen. Mit diesen Handy-Aufnahmen rückten die Beamten schließlich zu den Posern aus und konfrontierten diese mit den Anschuldigungen. Leugnen war da zwecklos - schließlich konnten die Verstöße genau belegt werden. Innerhalb kürzester Zeit stellten Polizei und Ordnungsamt 50 Verstöße gegen die Corona-Regeln fest.

Auch an anderen einschlägigen Treffpunkten der Szene waren die Beamten am Freitagabend im Einsatz - unter anderem am Turm-Center in Siegburg und dem Huma-Parkplatz in Sankt Augustin. „Wir haben festgestellt, dass sich die Szene immer neue Plätze sucht“, so Rick. Angaben der Pressestelle der Kreispolizei zufolge suchten sich die Poser am Wochenende nach Kontrollen durch die Beamten weiter im Bereich Sankt Augustin, Troisdorf und Siegburg Plätze, auf denen sie mit ihren Aktionen mitunter Passanten gefährdeten.

Zwar habe auch Rick Verständnis dafür, dass sich die Menschen auch in Corona-Zeiten treffen wollen. „Aber die Corona-Regeln sind eindeutig und an die muss man sich auch halten.“ Es gehe bei dem Drohnen-Einsatz deshalb auch nicht um Überwachung, sondern vielmehr darum, Verstöße gegen diese Regeln ahnden zu können. Entsprechend wolle man auch künftig auf die Drohnen-Technik setzen.