1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Wachtberg

Für jeden Einsatz gerüstet: Feuerwehr Wachtberg holt neue Fahrzeuge ab

Für jeden Einsatz gerüstet : Feuerwehr Wachtberg holt neue Fahrzeuge ab

Zu Ostern hat die Wachtberger Feuerwehr zwei neue Fahrzeuge von Brandenburg ins Drachenfelser Ländchen überführt. Die Allrounder kosten jeweils 335.000 Euro. Die alten Feuerwehrautos können noch bis Mittwoch ersteigert werden.

Kurz nach 20 Uhr hatte der kleine Konvoi der Wachtberger Feuerwehr vor Ostern die rund 600 lange Fahrt aus Brandenburg zurück ins Niederbachemer Gerätehaus geschafft. Mit Blaulicht und Martinhorn signalisierten die zwei neuen Löschfahrzeuge ihr Kommen. Hergestellt wurden sie von Rosenbauer, international einer der größten Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um zwei baugleiche, 16 Tonnen schwere Löschfahrzeuge (LF) vom Typ 10, die Wehrleiter Markus Zettelmeyer und eine Delegation aus insgesamt elf Wehrleuten aus dem brandenburgischen Luckenwalde nach Wachtberg überführt hatten. Stückpreis der Fahrzeuge: je 335 000 Euro. Für die Neufahrzeuge werden zwei ältere Modelle ausrangiert und auf der Homepage der Feuerwehr unter www.feuerwehr-wachtberg.de/fahrzeugverkauf versteigert. Angebote können noch bis Mittwoch, 7. April, 10 Uhr abgegeben werden. Der Höchstbietende erhält den Zuschlag.

Die 16 Tonner fassen jeweils 3000 Liter Wasser

"Die beiden Neufahrzeuge entsprechen dem Stand der Technik", erklärt Wehrleiter Zettelmeyer, "und sie sind als wahren Alleskönner ausgerüstet." Alle Einsätze, die sich nach den bisherigen Erfahrungen in Wachtberg stellen, kann die Feuerwehr mit diesen Fahrzeugen leisten. Dabei ist das Herzstück der 16 Tonner ein 3000 Liter Wassertank. "Der ist nicht nur wichtig beim Löschen von Wohnungsbränden, sondern auch bei Vegetationsbränden“, so Zettelmeyer. Der Klimawandel lässt grüßen.

Ebenfalls mit an Bord der neuen LF 10: Ein eigener Lichtmast, eine sogenannte Umfeldbeleuchtung, damit die Einsatzkräfte auch bei Nachteinsätzen am und rund ums Fahrzeug ausreichend Sicht haben. Ebenso eine spezielle Zusatzausrüstung für Unwettereinsätze: beispielsweise ein Tauchpumpe, eine Schmutzwasserpumpe und ein Wasserstaubsauger. Angesichts von drei sogenannten Jahrhundert-Unwettern und Dutzenden vollgelaufenen Kellern allein in den vergangenen elf Jahren in Wachtberg ist das ein Muss. Zettelmeyer hat bei der Konzeption des neuen Fahrzeugsparks vor allem im Blick, „dass jedes Fahrzeug autark arbeiten und von jedem aus der Wehr bedient werden kann“.

Ein Fahrzeug kommt nach Niederbachem, eines nach Fritzdorf

Die beiden neuen LF 10 sind bereits fest reserviert: Eines bleibt in Niederbachem und löst dort ein Tanklöschfahrzeug (TLF) 16-24 TR ab. Das zweite bekommt die Fritzdorfer Löschgruppe, dafür wird ein Löschfahrzeug (LF) 8/6 ausmustert. Auch wenn die Fahrzeuge mit dem Baujahr 1994 bereits 27 Dienstjahre auf dem Buckel haben, sind sie noch nicht wirklich alt: Das alte TLF aus Niederbachem hat erst rund 20 000 Kilometer auf dem Tacho, so Löschgruppenführer Rainer Kirchner. Daher hofft Wehrleiter Zettelmeyer auch bei der laufenden Auktion noch einen „fünfstelligen Betrag“ erzielen zu können.

Insgesamt ist Zettelmeyer nun hochzufrieden mit der technischen Ausstattung seiner Wehr: "Wir haben einen super Ist-Zustand erreicht. Unser ältestes Fahrzeug ist nun der Rüstwagen in Berkum, Baujahr 2001." Ein großes Lob spricht er in Richtung Gemeinde und Politik aus: "Hier ist in den vergangenen Jahren wirklich viel Geld in die Hand genommen worden, um die die Feuerwehr zu stärken." Für ihn sei das ein höchst zufriedenstellendes Gefühl, wenn er in diesem Jahr die Wehrleitung abgebe (der GA berichtete).