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Technische Probleme behoben: Brunnen am Ria-Maternus-Platz sprudelt wieder

Technische Probleme behoben : Brunnen am Ria-Maternus-Platz sprudelt wieder

Die Stadt hat die technischen Probleme am alten Brunnen vor dem Stadtmarketing-Pavillon behoben. Eine Windmesser sorgt dafür, dass das Wasser sich bei starken Böen automatisch abschaltet.

Eigentlich sollte es ein Grund zur Freude sein. Der Ria-Maternus-Platz ist fertiggestellt, nach Jahrzehnten sprudelt seit Juni wieder der alte Brunnen vor dem Stadtmarketing-Pavillon. Zumindest meistens. Denn wie GA-Leser Michael Pickert festgestellt hat, waren die Wasserfontänen in den vergangenen Wochen einige Male ausgeschaltet. Und das teilweise tagelang.

Dafür gab und gibt es zwei Gründe, so Isabel Klotz vom städtischen Presseamt auf GA-Anfrage. Zum einen war die Technik schuld. Denn weil diese mehrfach ausgefallen war, musste die Firma, die sie installiert hat, anrücken. Gemeinsam mit dem Städtischen Gebäudemanagment konnte das Problem behoben werden, so Klotz. Doch auch wenn die Technik auf Vordermann gebracht worden ist, ruhen die Fontänen ab und zu. Schuld daran ist laut Stadt ein Messgerät, das den Wind misst. Ist dieser zu stark, schaltet sich das Wasser automatisch ab, „damit es sich nicht über den gesamten Platz verteilt“, erklärt Klotz.

Doch nicht nur der Brunnen auf dem Ria-Maternus-Platz beschäftigt die Öffentlichkeit. So waren die Wasserspiele im Stadtbezirk Thema in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung. Wann sind die Brunnen im Redoutenpark, an der Friedrich-Ebert-Straße und der Alten Bahnhofstraße generell in Betrieb, und warum sind sie teilweise ausgeschaltet, wollte die FDP wissen. Alle drei sprudelten normalerweise von Mai bis September täglich von 10 bis 20 Uhr, so die Verwaltung. Derzeit aber sieht das etwas anders aus.

Weitere Brunnensanierungen sind notwendig

Das Wasserspiel an der Friedrich-Ebert-Straße läuft, die anderen beiden allerdings sind derzeit außer Betrieb, teilt die Stadt mit. In der Alten Bahnhofstraße muss das Brunnenbecken für 2000 Euro saniert werden, im Redoutenpark, unterhalb des Felsens, spielt Vandalismus eine Rolle. Denn, so die Stadt: „Oberhalb des Brunnens befinden sich Sitzbänke.“ Von dort aus benutzten einige Leute das Becken quasi als Müllbehälter, „abgesehen von mechanischem Vandalismus“. So sei der Speier an der Anlage abgerissen worden. „Des Weiteren ist der Rücklauf defekt und erfordert eine Sanierung“, heißt es. Insgesamt müssten 7000 Euro gezahlt werden, um den Brunnen wieder instandzusetzen. Das aber sei nur dann sinnvoll, so die Verwaltung, „wenn die Ursachen durch laufenden Vandalismus behoben werden“.

Vorschläge von der Verwaltung, wie man den Redoutenpark – „ein Juwel in der Bad Godesberger Parklandschaft“ – insgesamt attraktiver machen könne, wünschte sich die CDU in einem entsprechenden Antrag. Die Reaktivierung des Springbrunnens gehöre ebenso dazu wie der Austausch älterer Sitzbänke, die jeweils einen Mülleimer bekommen sollten. Auch die Pflege der Grünanlagen und der Pflanzen, die Entfernung von Schmierereien an der Steinmauer sowie mehr Licht könnten Optionen sein, meint die Union.

Häufige Schäden durch Feiernde

Der Park sei in einem gut gepflegten Zustand, stellt die Verwaltung fest. „Die Anlage befindet sich in der höchsten Pflegeklasse A.“ Darüber hinaus seien bereits Maßnahmen eingeleitet worden, das Wasserbecken oberhalb des Teichs zu reaktivieren. Die Bänke und Mauern würden regelmäßig gereinigt, ältere Sitzgelegenheiten sukzessive ausgetauscht. Allerdings werde die Anlage regelmäßig „als Party-Location genutzt“. Dabei würden Bänke und Mülleimer regelmäßig beschädigt und – genau wie die Mauern – beschmiert. Neu mit Blumen gestaltete Bereiche würden zertrampelt, der Müll wahllos verteilt, unter anderem im Teich. Da die Mülleimer also regelmäßig zerstört und kaum genutzt würden, sei nicht geplant, weitere zu installieren.

Auch an der Beleuchtung soll sich nichts ändern. Mehr Licht führe nämlich, das zeige die Erfahrung, „zu einer höheren Nutzung durch Feiernde und hierdurch zu stärkerem Vandalismus“, so die Verwaltung.