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Neues Werk der Kinderbuchautorin Inke Hummel: Mönkel ermittelt in Bad Godesberg

Neues Werk der Kinderbuchautorin Inke Hummel : Mönkel ermittelt in Bad Godesberg

Die Kinderbuchautorin Inke Hummel hat den zweiten Band ihrer erfolgreichen Buchserie herausgegeben. „Der Mönkel und der Trillfox im Moor“ heißt das Werk.

Die wirklichen Abenteuer, die beginnen gleich hinter jedem Haus, in dem Kinder wohnen. Zumindest ist das in den Büchern von Inke Hummel so, wenn ihr Held Mönkel sich sonntags in seine „Abensteuer“ stürzt. So hat der heute Neunjährige das Wort als Kleinkind gesagt. Und so hat es die Familie übernommen. Bei Mönkels laufen also „Abensteuer“. Und Hummels Plot geht so: Wie alle Jungs seines Alters liegt Mönkel am Wochenende am liebsten in schmuddeligen Jeans und ausgeleiertem T-Shirt auf seinem Flauschteppich herum, den Kopf schwer wie sieben Elefanten – bis plötzlich seine Mama alias Dr. Pröll, eine bekannte Detektivin, ins Zimmer platzt und ihm eine „Anti-Fäule-Therapie“ verpasst. Dr. Pröll braucht nur zu sagen: „Hey, Mönkel, aufstehen. London hat angerufen. Wir haben einen Fall zu lösen.“ Ein gewisser Trillfox müsse befreit werden. Und Mönkel übernimmt. Denn nur ein Neunjähriger wie er weiß, wo’s langgeht.

Die Muffendorfer Autorin Inke Hummel hat mit ihrer Illustratorin Franziska Karagür die Befreiung des ominösen Trillfox in den Mittelpunkt ihres zweiten, gerade frisch gedruckten Bandes der „Mönkel“-Serie gestellt. Nach dem Erfolg des Erstlings „Mönkel und der geheimnisvolle Turm“ für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren musste das beliebte Personal neu ins Wunderland Schnördeby aufbrechen: neben Mönkel und Dr. Pröll, der lustigen Mutter im Schlabberpullover und der Marzipan-Stärkung in der Tasche, auch Caspar, Mönkels Freund, Kriechbaum, die naseweise Katze, und ein gewisses Herbertchen, der Rest wird nicht verraten.

Den Mönkel, den Ich-Erzähler ihrer Bücher, gebe es wirklich, ihr jüngster Sohn habe diesen Spitznamen, und mit ihm habe sie die Agentenfälle auch alle real erlebt, erzählt die 43-jährige Autorin, die von ihrem Muffendorfer Standort aus auch als Familienberaterin arbeitet (der GA berichtete). In diesem Frühjahr habe sie über ihre lustigen Sonntagsausflüge die erste Geschichte geschrieben: erst nur für den Sohn. Und dann habe sie das Ganze mit den Illustrationen Karagürs einfach mal einem Kinderbuchverlag angeboten, erinnert sich Hummel. „Zwei Tage später rief der Verleger an und sagte: Das setzen wir um.“ Und nachdem sie die Geschichte noch einmal umarbeitete, habe sie sie Nachbarskindern und schließlich auch dem Mönkel zur Probe vorgelesen. „Alle waren begeistert und der Mönkel stolz wie Oskar“, schildert es Hummel lachend. Und wohin gehen Mönkels „Abensteuer“ von Muffendorf aus? Na, der erste Fall mit dem geheimnisvollen Turm habe in den Wald oberhalb des Aloisiuskollegs und dann zum Bismarckturm geführt, verrät Hummel. Und der Trillfox des zweiten Buches, der sei im Steinbruch am Lyngsberg oberhalb von Muffendorf zu befreien gewesen. „Godesberger Kinder sind also ganz nah an Mönkels Abenteuern dran.“ Einen dritten Fall für das fitte Detektivduo schreibe sie gerade, berichtet die dreifache Mutter. In der Corona-Pandemie klappe das so: Ihr Mann und sie arbeiteten im Homeoffice und könnten sich die Hausarbeit und Erziehung der Kinder prima teilen. Da bleibe auch Zeit fürs Schreiben.

Im Handel erhältlich: Inke Hummel und Franziska Karagür, Der Mönkel und der Trillfox im Moor, Edition Claus 2020. 14 Euro.