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Mögliche Gefahr durch Methan: Vereinsheim in Volmershoven darf wieder genutzt werden

Mögliche Gefahr durch Methan : Vereinsheim in Volmershoven darf wieder genutzt werden

Wegen einer möglichen Gefahr durch austretendes Methan-Gas durfte der SC Volmershoven-Heidgen vier Monate lang sein Vereinsheim nicht nutzen. Nun schaffte er sich auf eigene Kosten ein Methanmessgerät an – und machte eine erstaunliche Entdeckung.

Die Türen des Vereinshauses am Sportplatz des SC Volmershoven-Heidgen sind weit geöffnet, Küche und Aufenthaltsraum werden genutzt. Vier Monate lang war das Haus wegen einer möglichen Gefährdung durch den Austritt von Methan (der GA berichtete) geschlossen, der Rhein-Sieg-Kreis hatte die Nutzung verboten. Um die Werte in den Innenräumen in Zukunft konstant messen zu können, beschloss die Politik vor der Sommerpause die Anschaffung einer zentralen Methangasüberwachungsanlage. Einzelne Messgeräte wurden in den Innenräumen bereits installiert, die Lieferung der Hauptmessanlage wird für Anfang September erwartet.

Um das Vereinsheim in der Zwischenzeit wieder nutzen zu können, griff der Vorstand um den Vorsitzenden Hans Schneider zur Selbsthilfe. Ein kleines manuelles Messgerät für 140 Euro wurde gekauft, vor jedem Spiel und jedem Training gehen Schneider oder Geschäftsführerin Michaela Kuhn durch die Räume und überprüfen die Werte. „Dabei stellen wir immer wieder fest, dass die Werte bei null liegen. Bisher haben offizielle Stellen nie eine Messung vorgenommen, weil sie eine Kontaminierung der Räume befürchteten“, sagte Schneider.

Seitdem der Club die Messungen in Eigenregie vornimmt, haben Gemeinde und Kreis die Öffnung des Gebäudes wieder erlaubt. Damit ist auch ein „normales“ Vereinsleben wieder möglich – wie zum Beispiel beim jüngsten Pokalspiel und Lokalderby zwischen dem SC Volmershoven-Heidgen und dem VfL Alfter, das die Alfterer vor zahlreichen Zuschauern nach einem spannenden Schlagabtausch mit 3:1 für sich entschieden. Die Veranstaltung war von vornherein als Benefizturnier für die Geschädigten der Hochwasserkatastrophe gedacht.

Vom finanziellen Ergebnis zeigte sich Schneider mehr als überrascht. Aus Eintrittsgeldern, Spenden und Sportplatzumsätzen sowie mit einer finanziellen Aufstockung aus der Teamkasse der ersten Mannschaft und der Vereinskasse kamen 3000 Euro zusammen. Das Geld kommt dem „Weihnachtslicht“ des General-Anzeigers zugute.