1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Wachtberg

Wachtberg-Berkum: Randa Fashion schließt - Nachfolger steht schon fest

Nachfolger in Wachtberg steht schon fest : Randa Fashion in Berkum schließt

Nach 15 Jahren schließt Randa Fashion in Wachtberg-Berkum seine Türen. Doch zu einem Leerstand wird es im Einkaufszentrum nicht kommen, ein Nachfolger steht bereits fest - und der hat klare Vorstellungen für das Ladenlokal.

Ein wenig wehmütig blickt André Schwind durch das Ladengeschäft von Randa Fashion. Seit mehr als 15 Jahren hat er mit Store-Managerin Susanne Winkler die Wachtberger Damenwelt mit den neusten modischen Trends versorgt. Im Geschäft selber hängen nur noch wenige Kleidungsstücke – der Abverkauf ist im vollen Gange. Das Bild im Geschäft wird vor allem von unbekleideten Schaufensterpuppen dominiert. Die Zeichen stehen auf Abschied.

Nachfolgeregelung war schon länger geplant

Allerdings ein Abschied, der schon seit längerem geplant war. Die Corona-Pandemie hat mit der Geschäftsaufgabe nichts zu tun, sie hat diese sogar weiter nach hinten verschoben. „Vor zwei Jahren haben wir schon eine Nachfolgeregelung geplant“, so Schwind. Durch die vielen Einschränkungen und Unwägbarkeiten der Pandemie wurden die Planungen dazu „erst einmal auf Eis gelegt“. Schwind möchte sich nun noch mehr auf Immobilien und Kommunikation fokussieren. Der Geschäftsmann möchte seine Projekte alle mit 100 Prozent Aufmerksamkeit angehen, wenn irgendwo aber schon zehn bis 15 Prozent fehlen, sei das nicht gut, findet er. Das war bei Randa durch die anderen Projekte der Fall, erzählt er.

Direkt vor dem Geschäft macht ein großes Banner die Kundschaft auf die Geschäftsaufgabe aufmerksam, auf Facebook wurden die Wachtberger ebenfalls informiert. Wobei, und darauf legt Schwind Wert, sich nicht nur die Wachtberger bei Randa tummelten. „Die Kunden kam auch aus Bonn und dem gesamten Rhein-Sieg-Kreis“, so Schwind. Die Kundenkartei umfasse mehrere Tausend Menschen, Randa sei immer erfolgreich gelaufen. Die Gemeinde Wachtberg sei ein gutes Pflaster, Geschäftsleute könnten von einer hohen Kaufkraft profitieren. Auf diese hofft nun auch Christian Nettekoven.

Chris Mode eröffnet in Berkum: Sortiment wird um neue Marken erweitert

Der 41-jährige Geschäftsmann betreibt in Bornheim bereits zwei Filialen von Chris Mode – in einigen Wochen dann auch eine neue in Wachtberg. André Schwind übergibt nämlich ihm den Staffelstab für die Geschäftsräume. Offizielle Übernahme ist am 1. August – das Datum steht auch auf dem Stab, ebenso wie der Schriftzug „Randa goes Chris“. Nettekoven: „Wir werden danach zeitnah eröffnen“. Ein genaues Datum wollte er noch nicht verraten. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass er das Ladenlokal zuerst noch renovieren will.

Die Entscheidung, an Christian Nettekoven zu übergeben, sei relativ schnell gefallen: Man sei gleich Feuer und Flamme gewesen, die Rahmenbedingungen hätten gepasst. Nettekoven verkauft nämlich auch ausschließlich Damenmode. „Wir behalten alle Marken und erweitern das Sortiment um die Marken Opus und Cecil“, verrät der 41-Jährige. Viel ändern möchte er darüber hinaus nicht. „Never change a running system“, so Nettekoven. Er ist genauso wie Schwind Mieter der Ladenfläche in Berkum.

Die wichtigste Nachricht für Schwind war aber, dass alle sechs Mitarbeitende übernommen werden und niemand durch die Übergabe seinen Job verliert. Auch wenn ihm der Abschied schwer fällt, so freut sich Schwind, dass er schon bald bei seinen Besuchen am EKZ ein neues Modegeschäft entdecken kann.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Der General-Anzeiger arbeitet dazu mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Wie die repräsentativen Umfragen funktionieren und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.