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Nach 2:1-Erfolg: Die Stimmen zum Kölner Sieg

Nach 2:1-Erfolg : Die Stimmen zum Kölner Sieg

Jonas Hector gab sich nach seinem Doppelpack gewohnt Bescheiden, Sebastiaan Bornauw denkt über ein Essensangebot nach und Friedhelm Funkel spricht von Glück. Die Stimmen zum 2:1-Erfolg.

Mit dem 2:1 über Leipzig hat der FC einen unerwarteten Sieg eingefahren. Während sich der Kölner Kapitän und Doppeltorschütze gewohnt Bescheiden zeigt, bietet Sebastiaan Bornauw dem Matchwinner ein Abendessen an. Die Stimmen zum Spiel.

Jonas Hector: Mittelstürmer habe ich eigentlich nie gespielt. Ich hab schon mal weiter vorne gespielt, als hier beim FC. Generell ist es mir egal, wer die Tore bei uns schießt. Die haben uns in den letzten Wochen noch gefehlt. Dass ich es jetzt war, dann soll es so sein. Vielleicht auch, weil ich in den vergangenen Wochen so viel versemmelt habe. Deswegen tut es mir auch gut unter den Torschützen zu sein. Man muss aber viel mehr die Mannschaftsleistung herausstellen. Weil wir einfach - und zwar alle, die auf dem Platz gestanden haben - einfach alles gegeben haben. Das hat man ja auch gesehen und das ist wichtig für die kommenden Wochen. Wir haben vor allem kämpferisch eine überragende Leistung abgeliefert und wir wussten, dass das der Schlüssel sein würde. Fußballerisch haben wir definitiv schon bessere Spiele gezeigt. In so einem Spiel muss es aber nicht um das schöne Spiel geschehen. Es weiß jeder, dass es ein Tagesgeschäft ist. Das ist einfach sehr schnelllebig. Es ist schön, dass wir heute einfach mal jubeln dürfen.

Friedhelm Funkel: Wir hatten in der ersten Halbzeit viel, viel Glück, da kann es keine zwei Meinungen geben. Sie haben uns in unserer Hälfte fast erdrückt. Wir sind kaum in Ballbesitz bekommen, die Mannschaft ist aber nicht eingebrochen. Am Schluss war es dann eine wahre Abwehrschlacht, anders geht es nicht. Wir wollen in der Liga bleiben, und neben aller Leidenschaft brauchst du da auch Glück. RB war die klar bessere Mannschaft. Wir werden in den verbleibenden vier Spielen jetzt alles tun, um uns eine Ausgangsposition zu verschaffen, mit der wir in der Liga bleiben können.

Sebastiaan Bornauw: Nach den vergangenen Spielen ist ein bisschen Glück genau das, was wir brauchten. Es war eine schwere Zeit. Wir haben einige Spiele gut gespielt und trotzdem verloren. Wir haben viel verloren. Umso glücklicher bin ich, gegen eine Mannschaft zu gewinnen, gegen die man einen Sieg sicherlich nicht erwarten konnte. Der Jonas hat heute ja überall gespielt. Er hat ein überragendes Spiel gemacht. Das 2:1 war eine wirklich gute Kombination, ein schönes Tor. Wenn wir nicht in drei Tagen schon das nächste Spiel hätten, würde ich ihn zu mir nach Hause einladen und ihm ein paar gute Pommes zubereiten. Aber ich lasse ihn lieber schlafen. Jetzt müssen wir konzentriert bleiben und die Füße auf dem Boden lassen. 

Timo Horn: Leipzig ist ohne wenn und aber eine extrem starke Mannschaft und steht zu recht oben und haben ganz andere Ambitionen als wir. Mann muss sicherlich nicht darüber sprechen, dass sie individuell besser besetzt sind, als wir. Wir mussten heute über den Kampf ins Spiel finden und wussten, dass es eine Abwehrschlacht werden wüssten, weil Leipzig auch eine sehr ballsichere Mannschaft ist. Dennoch haben wir nach der Halbzeit zwei tolle Tore erzielt, die wir auch gut herausgespielt haben. Jonas hat das überragend gemacht, das muss man einfach mal hervorheben. Er hat auch unheimlich viele Kopfbälle gegen Upamecano gewonnen. Früher hat Jonas schon offensiver gespielt, daher kann er das. Wir müssen schon über die gesamte Saison hinweg Ausfälle im Offensivbereich kompensieren, die so natürlich nicht geplant waren und uns das Leben schwer machen. Wir haben keine klare Spitze, die man dann einfach mal suchen kann. Jonas hat heute den Part eingenommen und das hat heute super funktioniert.