1. Sport
  2. 1. FC Köln

Ohne Angst nach Leverkusen: Rafael Czichos glaubt an Klassenerhalt des 1. FC Köln

Ohne Angst nach Leverkusen : Rafael Czichos glaubt an Klassenerhalt des 1. FC Köln

Trotz der misslichen Lage herrscht beim 1. FC Köln noch Zuversicht. Innenverteidiger Rafael Czichos glaubt an eine Chance bei Bayer Leverkusen – und den Klassenerhalt.

Die Ausgangslage ist für den 1. FC Köln in der Bundesliga nicht besonders vielversprechend. Sechs Spieltage vor Saisonende hat der FC drei Punkte Rückstand zum Relegationsplatz. Für den Geißbock-Club folgen drei Spiele in sechs Tagen, von denen zumindest zwei als schwere Aufgabe bezeichnet werden dürften. Am Samstag steht das Rheinderby in Leverkusen (18.30 Uhr, Sky) auf dem Spielplan, es folgt am Dienstag das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten, RB Leipzig, und schon am Freitag steht bereits das Auswärtsspiel beim FC Augsburg auf dem Programm.

Dennoch, Rafael Czichos glaubt an die Rettung. „Wir fahren am Samstag nicht mit vollen Hosen nach Leverkusen. Wir wollen auch da drei Punkte holen“, sagt der Innenverteidiger. „Schließlich haben wir keine Zeit mehr. Wir haben sechs Endspiele, das sollte jeder realisieren.“

Dass der FC vor entscheidenden Spielen steht, haben auch die Kölner Verantwortlichen realisiert. Nicht umsonst zogen sie am vergangenen Wochenende die Reißleine, entließen Markus Gisdol und installierten Friedhelm Funkel als neuen Cheftrainer. Für den FC der letzte Versuch, das Steuer noch herumzureißen. Ein später Versuch, vielleicht zu spät.

Studien stellen diese Rettungsanker immer wieder in Frage. Immerhin sollen sie einen motivierenden Charakter haben. Das bestätigt auch Czichos. „Immer wenn ein Trainerwechsel stattfindet, macht das etwas mit einer Mannschaft“, sagt der 30-Jährige, der sich zu einer festen Größe in der Kölner Hintermannschaft entwickelt hat. „Die Intensität im Training war die letzten Tage schon sehr hoch. Da war viel Feuer drin. Genau das soll ein Trainerwechsel ja auch bewirken.“

Funkel: „Es ist zu leise auf dem Platz“

Seit vergangenem Dienstag steht Funkel auf dem Trainingsplatz des Geißbockheims. Und er hat schon jetzt Eindruck hinterlassen. „Jeder von uns kannte Friedhelm ja oder hat sich bei Weggefährten erkundigt“, sagt Czichos. „Wir haben alle einen sympathischen Eindruck von ihm. Seine Hauptaufgabe ist jetzt erst einmal, alle so schnell wie möglich kennenzulernen.“ Daher sucht der Trainer auch immer wieder das Gespräch mit seinen Akteuren. „Die Jungs müssen sich selbst helfen“, fordert Funkel seine Spieler auf. „Es ist viel zu leise auf dem Platz, sie müssen mehr miteinander reden.“

Das tun sie. Es geht auf dem Trainingsplatz lautstark zu. Die Spieler feuern sich an, fordern sich, ab und an folgen Diskussionen. Man spürt die Zuversicht auf dem Gelände. „Ich weiß, dass wir in der Liga bleiben werden“, sagt Czichos. „Die Art wie wir zuletzt gespielt haben, macht uns Mut. Die Überzeugung ist bei uns allen da.“ Doch auch Friedhelm Funkel muss mit dem vorhandenen Kader agieren.

Hoffnung auf Einsatz von Andersson

Die Schwäche im Angriff ist dem Fußballehrer genauso wenig entgangen, wie individuelle Fehler in der Hintermannschaft. Immerhin konnte Sebastian Andersson am Donnerstag wieder trainieren. Funkel setzt große Stücke auf den Angreifer. Ob der Schwede ein Kandidat für das Spiel am Samstagabend ist, steht noch nicht fest. Andersson plagten zuletzt wieder Kniebeschwerden. „Ich hoffe, dass er am Freitag wieder mit dabei ist“, sagte Funkel. „Dann wird er auch spielen können.“ 

Auch Rafael Czichos wird wohl wieder mit einem Einsatz rechnen können, zu konstant waren seine Leistungen in den vergangenen Wochen. Motiviert ist der Innenverteidiger jedenfalls.