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Kommunalwahl 2020 in Bonn: Bad Godesberg stellt acht Parteien zur Wahl

Acht Parteien stehen zur Wahl : Das muss man zur Kommunalwahl 2020 in Bad Godesberg wissen

Insgesamt 53.926 Bad Godesberger dürfen am 13. September ihre Stimme abgeben, 3040 davon zum ersten Mal. Der GA präsentiert die wichtigsten Zahlen zur Wahl.

Normalerweise werden Stadträte und Bezirksparlamente alle fünf Jahre gewählt. Wenn aber am 13. September in Bad Godesberg (und anderswo) die Wahl stattfindet, sind bereits sechs Jahre seit dem letzten kommunalen Urnengang vergangen. Der Grund: Die Landesregierung wollte die Amtszeiten der (Ober-)Bürgermeister in Einklang bringen. Doch nicht nur die fünf oder die sechs, sondern viele weitere Zahlen dominieren das Wahlgeschehen.

■ Die Kommunalwahl: Am 13. September findet die 17. Kommunalwahl nach 1946 statt. Gewählt werden neben dem Stadtrat auch die vier Bezirksvertretungen in Bad Godesberg, Bonn, Beuel und Hardtberg. Zusätzlich wird in einer Direktwahl auch über das Oberbürgermeister-Amt entschieden. Außerdem findet zeitgleich die Wahl des städtischen Integrationsrates statt.

■ Der Stadtbezirk: Bad Godesberg ist mit 30,3 Quadratkilometern Fläche nach Bonn (41,9 Quadratkilometer) der zweitgrößte Stadtbezirk. Er grenzt südlich an Rheinland-Pfalz, nördlich an Dottendorf. In Bad Godesberg leben nach Auskunft der Stadt Bonn 75.716 Menschen: 39.316 Frauen und 36.400 Männer (Stichtag: 31. März 2020). 59.542 Deutsche wohnen im Stadtbezirk, davon haben 9668 einen Migrationshintergrund. Hinzu kommen 16.174 Ausländer, die meisten aus Syrien (1762), der Türkei (1193), Polen (693) und Italien (617). Insgesamt stammen 4886 Männer und Frauen aus anderen EU-Ländern.

■ Die Parteien: In Bad Godesberg stellen sich acht Parteien zur Wahl: CDU, SPD, Grüne, Bürger Bund Bonn (BBB), FDP und Linke waren in der letzten Wahlperiode in der Bezirksvertretung vertreten. Darüber hinaus treten die Piraten, BIG, Die PARTEI und die AfD an. Deren Kandidaten stellt der General-Anzeiger in der Ausgabe am kommenden Freitag, 14. August, vor.

■ Ergebnisse von 2014: 53.658 Wahlberechtigte lebten 2014 in Bad Godesberg, 30 657 davon gaben ihre Stimme ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 57,13 Prozent. Stärkste Fraktion wurde laut Stadt mit 31,27 Prozent die CDU, gefolgt von SPD (19,24 Prozent), Grünen (15,67 Prozent) und BBB (8,38 Prozent). Die FDP erhielt 7,28 Prozent, die Godesberger 5,68 Prozent und die Linke 4,39 Prozent. AfD, Pro NRW, Piraten und die BIG-Partei scheiterten an der für die Bezirksvertretung geltenden 2,5 Prozent-Sperrklausel.

■ Aktuelle Sitzverteilung: Durch Parteiaustritte und -wechsel hat sich die Sitzverteilung in der zurückliegenden Wahlperiode geändert. Die Bezirksvertretung besteht aus 19 Mitgliedern. Davon stellt die CDU acht, die SPD vier, die Grünen drei, der BBB zwei und FDP und Linke jeweils einen. Die Godesberger sind nicht mehr in dem Gremium vertreten. Nach dem Tod ihres Bezirksverordneten Juppi Schaefer rückte Konrad Finette in die Vertretung nach und wechselte zur CDU. Schwund gab es auch bei der FDP, die zunächst zwei Sitze hatte. 2015 trat Jürgen Bruder aus der Partei aus, blieb bis 2018 parteiloses Mitglied und schloss sich dann der CDU an. Darüber hinaus gab es diverse Wechsel innerhalb der Parteien.

■ Wahlbezirke/Wahlberechtigte: In Bad Godesberg gibt es sieben Wahlbezirke, in denen insgesamt 53.926 Wahlberechtigte (25.320 Männer und 28.606 Frauen) leben. Zur Wahl gehen dürfen auch 4087 der 4886 EU-Ausländer, die im Stadtbezirk wohnen. Mit 8412 verzeichnet Villenviertel/Rüngsdorf die meisten, Heiderhof/Muffendorf mit 6650 die wenigsten Wahlberechtigten. Die meisten Jungwähler gibt es in Pennenfeld/Lannesdorf, insgesamt sind es 613 Menschen von 16 bis 21 Jahren. Dort gibt es mit 538 auch die meisten Erstwähler. Die meisten älteren Wahlberechtigen (ab 60 Jahre) leben in Mehlem: insgesamt 3312. Die weiteren Wahlbezirke sind Friesdorf, Plittersdorf/Hochkreuz und Bad Godesberg-Mitte.

■ Erstwähler: 3040 Menschen dürfen in Bad Godesberg das erste Mal ihr Kreuzchen bei einer Kommunalwahl machen, da sie am 13. September 16 Jahre alt sind. Wobei auch Ältere zu den Erstwählern zählen, nämlich diejenigen, die 2014 erst 15 Jahre alt waren; und auch diejenigen, die als Volljährige schon an der Europawahl 2019 teilgenommen haben.

■ Altersstruktur der Wahlberechtigten: Es gibt 3534 Menschen zwischen 16 und 21 Jahren, die am 13. September den Urnengang antreten (können). Hinzu kommen 2419 21- bis 25-Jährige und 6539 im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Die Gruppe der 45- bis 60-jährigen Wähler zählt 14 899 Männer und Frauen. Am stärksten vertreten sind mit 19.345 Menschen diejenigen, die 60 Jahre und älter sind.

■ Mehr zur Wahl: Weitere Zahlen rund um die Kommunalwahl gibt es im Internet unter www2.bonn.de/statistik