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Warum Co-Trainer André Pawlak für den 1. FC Köln so wichtig ist

Assistent von Funkel : Warum Co-Trainer Pawlak für den 1. FC Köln so wichtig ist

Co-Trainer André Pawlak kommt beim 1. FC Köln im Abstiegskampf eine wichtige Rolle zu. Der Assistent von Friedhelm Funkel leitet mittlerweile die Trainingseinheiten am Geißbockheim.

Über seinen neuen „Chef“ verliert André Pawlak nur lobende Worte. Er schätzt die Zusammenarbeit mit Friedhelm Funkel. „Er nimmt jeden Spieler mit“, sagt der Assistenztrainer des 1. FC Köln vor dem Bundesliga-Duell mit dem SC Freiburg an diesem Sonntag (13.30 Uhr/Dazn). „Jeder sitzt im Boot und spürt das auch. Das ist wirklich großartig.“

Das mit dem Mitnehmen kann der 50-jährige Fußballlehrer, der sich erst seit vier Jahren mit seinem Wechsel in die U17 des FC hauptberuflich auf den Fußball konzentriert, auch auf sich selbst beziehen. Über die Regionalliga-Reserve der Kölner kam Pawlak, geboren in Gelsenkirchen, zu den Profis, bei denen er inzwischen fester Bestandteil ist. Unter Funkels Vorgängern Achim Beierlorzer und Markus Gisdol fungierte er als Co-Trainer, war unter Letzterem vor allem für das Einstudieren von Standartsituationen zuständig. Das ist in der Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer nun anders.

Pawlak hat sich aus dem Schatten herausbewegt. In den Vordergrund. Denn die Inhalte der Trainingseinheiten sind zwar mit Funkel abgesprochen, doch deren Leitung übernimmt er mittlerweile in Eigenregie. Der eigentliche Cheftrainer hingegen steht in der Trainingsarbeit am Rand, beobachtet, bewertet, führt gelegentlich Einzelgespräche mit den Spielern. Die Rollen seien so besprochen, sagt Pawlak, der zudem als Verbindungsglied zum Kölner Nachwuchs in Erscheinung tritt. „Friedhelm möchte beobachten“, sagt Pawlak und lobt: „Er ist entspannt, ruhig, souverän. Er weiß genau, was in dieser Situation zu tun ist.“

Pawlak führte den 1. FC Köln zurück in die Bundesliga

Pawlaks Vertrag beim FC läuft noch bis 2023, und es steht bereits fest, dass sich auch der neue Trainer in der kommenden Saison nach Funkels feststehendem Abschied auf seine Dienste verlassen kann. Selbst wenn Pawlak dann möglicherweise wieder etwas mehr aus der zweiten Reihe agiert. Doch auch in der ersten Reihe ist er schon in Erscheinung getreten: Als Interims-Nachfolger von Markus Anfang moderierte er am Ende der Saison 2018/19 den FC über die Ziellinie zum Bundesliga-Aufstieg, bevor Beierlorzer übernahm.

Aktuell jedoch konzentriert sich der „Co“ auf seine dringlichste Aufgabe, zu helfen, den FC vor dem Abstieg zu bewahren. Zuletzt zwei Siege in Folge haben vor der Partie gegen Freiburg die Gewissheit gestärkt, die Klasse doch noch halten zu können. „Total optimistisch“ sei man, „voller Selbstvertrauen“. Die eindeutige Ausrichtung daher: „Ganz klar: Wir werden voll auf Sieg spielen“, sagt Pawlak und kündigt an: „Wir wollen alle drei Spiele gewinnen. Das soll nicht überheblich klingen, aber wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, jede Mannschaft in Bedrängnis zu bringen. Haben uns zudem das nötige Spielglück erarbeitet.“

Hoffen auf die Tore von Stürmer Andersson

Er setzt dabei auch auf die Stärke der Rückkehrer um Angreifer Sebastian Andersson, der am Mittwoch das volle Trainingsprogramm unter Pawlak durchzog. „Uns haben die Tore gefehlt“, betont der Trainer. „Mit Sebastian haben wir wieder einen Zielspieler vorne drin. Er, Florian Kainz, Sebastiaan Bornauw und Jonas Hector haben uns monatelang gefehlt. Sie bringen eine extreme Qualität mit.“