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Karneval in Sankt Augustin: Rathaussturm und alle Züge wegen Corona abgesagt

Wegen Corona-Pandemie : Karnevalszüge und Rathaussturm in Sankt Augustin abgesagt

In Sankt Augustin fallen in der kommenden Karnevalssession alle Züge und der Rathaussturm aus. Der Verein für karnevalistische Brauchtumspflege hat alle Außenveranstaltungen wegen Corona abgesagt.

In der Stadt Sankt Augustin wird es in der kommenden Session keine Karnevalszüge und keinen Rathaussturm geben. Das teilte der Verein für karnevalistische Brauchtumspflege Sankt Augustin mit. Die Entscheidung fiel laut Dirk Beutel, Zugleiter des großen Sankt Augustiner Karnevalszugs, einvernehmlich mit den Zugleitern aus Hangelar, Menden, Meindorf und Birlinghoven sowie in Absprache mit der Stadt. Sie sei zum Schutz aller Sankt Augustiner gefallen.

„Durch die Absagen haben nun die Garden, Vereine und auch private Gruppen Planungssicherheit“, schreibt der Verein. Ursprünglich sollte die Karnevalssession 2020/21 unter dem Motto „Märchen, Feen und Zauberei, in Sankt Augustin gibt’s allerlei“ gefeiert werden. „Wir sind alle Karnevalisten durch und durch und unser Herz schlägt für das Brauchtum“, so Beutel. „Als Veranstalter tragen wir Verantwortung für die Zugteilnehmer und die Zehntausenden Zuschauer am Straßenrand. Leider ist es unmöglich, die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften einzuhalten beziehungsweise zu kontrollieren.“

In dieser Woche waren bereits Karnevalsveranstaltungen der Session 2020/2021 in Siegburg abgesagt worden.

Karneval in Sankt Augustin: Fokus liegt jetzt auf Session 2021/22

Der Entscheidung sei ein langer Prozess vorausgegangen, bei dem der Verein zunächst auch auf eine Entscheidung des Landes NRW gewartet habe. Im Zusammenarbeit mit der Stadt Sankt Augustin habe das Komitee zudem nach Lösungen gesucht, um den städtischen Karneval 2021 realisieren zu können, sagt Beutel.

So sei etwa überlegt worden, nur einen Zug zu machen, den rechts und links des Weges Zuschauer aus ihren Autos heraus hätten sehen können. Auch Bühnen für das Publikum seien im Gespräch gewesen. Keiner dieser Alternativvorschläge habe sich aber als durchführbar oder finanzierbar erwiesen. „Es ist allen Beteiligten sehr schwer gefallen, diese Entscheidungen zu treffen. Karneval soll allen Spaß und Freude bringen, daher hoffen alle Beteiligten, dass die Session 2021/2022 wie der Phoenix aus der Asche aufersteht und wieder gefeiert wird“, so Dirk Beutel.